Siegfried Nucke Nucke 216 Schlüssel

216 Schlüssel

von Siegfried Nucke

Eine Kindheit

EUR 6,99

Buch in deiner Nähe kaufen


...oder deine aktuelle Postleitzahl eingeben:
oder

Beschreibung

Immer wieder kehrt Jakob nach Kolzau zurück. Mit seinen Eltern musste er das Dorf verlassen, das einem Tagebau weichen wird. Unerlaubt streift Jakob allein oder mit Freunden durch die leeren Häuser und die marode Kirche, über den alten Friedhof und die öden Plätze von Kolzau. Ständig auf der Hut vor dem furchterregenden Alten, der nicht aus dem Dorf weggehen will: dem stinkenden Rassler, der jeden verabscheut und vertreiben will, der Kolzau aufgegeben hat. Was kann Jakob mitnehmen - aus den letzten Tagen eines fast verlassenen Dorfes, das aber noch viele Geschichten verbirgt? Erzählt aus der Sicht des Zehnjährigen, spricht dieses leise Buch über den Verlust von Heimat.

Autor*in

Siegfried Nucke
Siegfried Nucke wurde 1955 in Nordhausen geboren. Aufgewachsen in Waltershausen, legte er das Abitur 1974 an der Salzmannschule Schnepfenthal ab. Anschließend studierte er in Potsdam Germanistik und Geschichte und begann 1978 in Waltershausen als Lehrer zu arbeiten. An der Fachschule für Sozialpädagogik in Gotha lehrte der Autor von 1985 bis 1997 Kinder-und Jugendliteratur. Nach der Schließung der Schule wechselte Nucke an das berufliche Gymnasium Gotha, für dessen Leitung er seit 2002 Verantwortung trägt. Von 1981 bis 1984 absolvierte Nucke ein Fernstudium am Leipziger Literaturinstitut. Er ist Mitglied des Schriftstellerverbandes (VS). Siegfried Nucke erhielt mehrere Literatur- und Hörspielpreise. So wurde das unveröffentlichte Manuskript von „216 Schlüssel“ im Jahr 2000 mit dem Hans–im–Glück–Preis Limburg (3. Preis) ausgezeichnet, hier noch unter dem Arbeitstitel: “Eskimos sagen Mamantu“. Siegfried Nucke ist verheiratet, hat zwei Töchter und drei Enkelinnen. Er lebt in Tabarz.

Themen in »216 Schlüssel«

Dorf Freundschaft Heimat Neuanfang Verlust

Stimmen zu »216 Schlüssel«

Matthias Biskupek rezensiert zunächst Antje Babendererdes „Der Kuss des Raben“(Arena Verlag), anschließend „216 Schlüssel“ des Verlages Tasten & Typen: „ …>>Eine Kindheit<< untertitelt Siegfried Nucke sein viel kürzeres Buch >>216 Schlüssel<<. Jene Schlüssel sind von einem Dorf übrig geblieben, das leergezogen wurde. Die Kohlebagger werden es fressen. Die Jungen Jakob und Rene sind in verschiedene Richtungen fortgezogen: in eines der neuen Ersatz-Häuser im Nachbardorf der eine, ins ferne Schleswig-Holstein der andere. Denn muss man nicht ganz neu beginnen, wenn einem der Boden buchstäblich weggenommen wird? Im verlassenen Ort gibt es auch einen, der nicht weichen will, der die Kirche vor Plünderungen bewacht und bewahrt, hier >>Rassler<< geheißen. Abschied vom Dorf ist Abschied von einer Kindheit. Siegfried Nucke, Lehrer seit Jahrzehnten, weiß von Berufs wegen um die Nöte von Kindern, um ihren Wunsch zum einen nach Behausung und zum anderen nach Ausbruch. >>Eskimos sagen Mamantu<< hieß dieses Buch als preisgekröntes Manuskript vor ein paar Jahren – da haben wir sie wieder, die sogenannten Naturvölker mit ihrem anderen Verhältnis zu Tod und Leben. Im abgebaggerten Dorf soll der Friedhof verschwinden; da gibt es dann doch einen, der versteht, warum es den Jungen Jakob schmerzt, wenn Grabsteine herausgerissen werden, wenn vergangenes Leben wüst auf einer Deponie landet. Antje Babendererde und Siegfried Nucke haben Bücher geschrieben, die von Kindern und Jugendlichen gelesen werden dürfen. Erwachsene sollten sie lesen, wenn sie mehr wissen wollen über selige Kindheit und goldene Jugend und den Schindluder, der mit solchen Begriffen getrieben wird.“ Matthias Biskupek in: Ossietzky, 2.Juli 2016, Heft 14/2016, S. 511 ff.
()

Details

ISBN: 9783945605011
Verlag: Verlag Tasten & Typen
Erscheinung: 05.12.2014

Link teilen


Über buchnah.de | Die Buchhandlungen | Die Verlage | Impressum & Kontakt | Datenschutz | Presse


Auf dieser Seite kannst Du Buchhandlungen in der Nähe finden