Erwin Leonhardi spießt auf amüsante, plakative Art die häufigsten (und auch die schlimmsten) Managementsünden auf. Dabei zeigt er ironisch zugespitzt – aber immer durchaus ernsthaft –, wie Aufgaben und Probleme besser gelöst werden könnten. Kaum ein heikles Thema wird ausgelassen. Der Autor analysiert die Managerpersönlichkeit. Er beschreibt, wie man Mitarbeiter motiviert (oder eben gerade nicht), philosophiert über Unternehmenskultur und Verwaltungsapparate und hinterfragt neudeutsch-denglisches Imponier-Sprech wie Change Management, Taskforce oder Business Process Re-Engineering. Tabus geht Erwin Leonhardi dabei nicht aus dem Weg.
Leonhardi nimmt gängige Themen von Managementtrainern und Lehrbüchern aufs Korn und beleuchtet sie aus seiner pragmatischen, unkonventionellen Perspektive. Hauptsächlich werden allerdings Situationen analysiert, die kaum in einem Lehrbuch zu finden sind und über die nur berichten kann, wer jahrelang selbst erfolgreich Alleinverantwortung getragen hat – so wie der Autor.
Anekdoten und Erinnerungen aus Leonhardis erfahrungsreicher, jahrzehntelanger Praxis als Manager und als Unternehmenssanierer sorgen für Glaubwürdigkeit – und immer wieder für ein Schmunzeln bei der Lektüre. Dieses außergewöhnliche Management-Handbuch will zwar auch unterhalten – vor allem aber will es zum Nachdenken und Hinterfragen eingefahrener Gewohnheiten anregen. Ein paar Aha-Erlebnisse sind definitiv garantiert.
Ein bissiges Schwarz-Weiß-Buch über häufige Managementfehler und ein kleines Brevier für Leute, die erfolgreiche Manager werden wollen.
Erwin Leonhardi
Jahrgang 1943, naturwissenschaftliches Grundstudium in Frankfurt.
Er war seit 1966 in der IT-Branche tätig, davon mehr als 30 Jahre lang mit Alleinverantwortung als Geschäftsführer, Vice President oder Vorstand bei Prime/Computervision, Lotus und Unisys. Auch als Sanierer war Erwin Leonhardi im Auftrag von Banken und Investoren aktiv, dies jeweils in der Geschäftsführung, im Vorstand oder als Aufsichtsrat.
Erwin Leonhardi war zuletzt Miteigentümer der Comline Holding GmbH und Vorstand der Comline AG in Dortmund. Heute ist er nominell im Ruhestand, aber noch geschäftsführend im eigenen Unternehmen und als Trainer für Manager und als Investor tätig. Er stellt Unternehmen sein Know-how als Topmanager zur Verfügung – besonders in schwierigen Situationen.