Die Architektur scheint verzichtbar geworden, sie droht zusehends hinter die Belange von Marketing, Konsumstreben, Entertainment und Investoreninteressen zuru¨ckzutreten. Der damit einhergehende Verfall unseres Lebensumfeldes wird von der Mehrheit schweigend in Kauf genommen.Sollte Architektur sich zufrieden geben mit der Abbildung der Welt, wie sie ist, oder hat sie eine Vorstellung davon zu vermitteln, wie die Welt sein könnte? Wie aber wäre ein solcher Anspruch einzulösen in einer Konsumenten- und Shareholder-Gesellschaft, deren Logik den Vorstellungen von Baukultur entgegensteht?Hans Kollhoffs architektonische Praxis hat sich der Trostlosigkeit reiner Zweckbauten einerseits und dem Lärmen launiger Renommierprojekte andererseits stets verweigert, um Bauten zu schaffen, die dem Gemeinwohl verpflichtet sind, auch in Zukunft Bestand haben und somit urbane Tradition fortschreiben.
Hans Kollhoff
Hans Kollhoff, geboren 1946, gehört zu den profiliertesten
Architekten weltweit. Von 1990 bis 2012 war er Professor für
Architektur und Konstruktion an der ETH Zürich. Er hat Büros in
Berlin, Den Haag und in Florenz etabliert und war Präsident
der Internationalen Bauakademie Berlin.
Bei zu Klampen veröffentlichte er »Architektur« (2014) und »Architekten« (2022).
Kreativität urbane Tradition Architektur Stadtarchitektur
'Ein Plädoyer für ein wiederbelebtes Verständnis von ›Stadtbau‹ und die Macht bürgerlicher Architektur.'
competition – Magazin für Architekten, Ingenieure und Bauherren, Ausgabe Nr. 9, Oktober 2014
'Ein Credo für qualitätvolle Architektur.'
Deutsches Architektenblatt, Heft 9, 2014
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»Ein starkes Plädoyer gegen die Trostlosigkeit reiner Zweckbauten und den Lärm launiger
Prestigeprojekte«
CORPS, 2/2021
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