Die kleine Felice belauscht ein Gespräch ihrer Eltern. Sie reden über Selbstfindung . Sie erschrickt: Hat sie sich denn schon selbst gefunden? Eine abenteuerliche Reise beginnt, bei der sich neue Freunde finden und Wagnisse überstanden werden müssen.
Felice Winterbein ist ein Mädchen von zwölf Jahren. Sie hat fürsorgliche Eltern, die etliche Spleens an den Tag legen.
Genau wie der Nachbarsjunge, von dem Felice glaubt, dass er ein Vampir sei.
Eines Tages hört Felice aus Versehen ein Gespräch zwischen ihren Eltern mit, bei dem die Mutter über eine Kollegin ihres Mannes sagt, sie hätte sich doch selbst noch nicht gefunden. Und hier beginnt Felices Reise; überzeugt davon, dass sie sich ja auch noch gar nicht selbst gefunden hätte - und wie konnten Mutti und Vati solange mit nur einer halben Felice leben - packt sie ihren Rucksack und zieht aus auf der Suche nach sich selbst.
Zusammen mit Uschi, dem sächsischen Fränkelaffen, besteht Felice schon bald das erste Abenteuer im Zuckerwattenwald. Sie befreit die Gattin des dort herrschenden Königs King Kowalski. Und damit beginnt eine Reihe merkwürdiger Begenungen mit guten und weniger guten Geschöpfen, bei denen Felice beweisen muss, dass Furcht nicht immer schlecht sein muss, sondern auch ein Antrieb sein kann.
Sie trifft auch auf den Indianerjungen Tapawaja, in den sie sich ein bisschen verliebt, bei dem sie aber dennoch nicht bleiben kann. Und auch Uschi lässt sie schweren Herzens zurück. Aber: Wo etwas bleibt, kommt auch etwas Neues hinzu, und so stößt Felice auf Jens, das Wilsch. Wieder als Zweiergespann unterwegs, ist die Reise noch längst nicht zuende: Nymphen, Mondmenschen und ein Tagebuch bewirken, dass Felice, als sie endlich nach Hause zurückkehrt, nicht mehr die ist, als die sie aufbrach.
Dorothee Emsel
Ich lebe in Berlin und arbeite dort als Lektorin. Ab und an nehme ich mit eigenen Kurzgeschichten an Lesebühnen-Veranstaltungen teil.
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