Liborio Bonfiglio ist der Verrückte im Dorf, den alle verspotten, ein »cocciamatte«, wie er selbst von sich sagt. Den Vater hat er nie kennengelernt, die Mutter ist früh gestorben. Kindheit und Jugend sind geprägt vom Zweiten Weltkrieg und bitterer Armut. Unglücklich verliebt verlässt er das kleine Dorf an der Grenze zwischen Apennin und Adria und geht zum Militärdienst ins Friaul. Nach einer kurzen Rückkehr folgt ein neuerlicher Aufbruch Richtung Norden auf der Suche nach Arbeit in der Fabrik. Es sind die 68er, eine politisch bewegte Zeit. In der Gewerkschaft findet Liborio erstmals ein Gefühl von Verbundenheit und Solidarität, doch die Proteste und Kämpfe enden für ihn im Gefängnis und markieren das jähe Ende einer erhofften besseren Zukunft. Und so landet er letztendlich wieder in der Heimat, wo er in seiner eigenen, anrührenden Sprache zu erzählen beginnt.
+ Der preisgekrönte Überraschungserfolg aus Italien: die bewegende Geschichte eines Lebens und zugleich die Geschichte eines ganzen Landes
+ Für die Hörer:innen von Francesca Melandri, Elena Ferrante und Robert Seethaler
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+ Gleichzeitig als Schwerpunkttitel bei Kein & Aber
Remo Rapino
Remo Rapino, geboren 1951, lebt in Lanciano in den Abruzzen und unterrichtete Philosophie am Gymnasium. Nach der Veröffentlichung zahlreicher Erzählungen und Gedichtsammlungen hat er 60-jährig seinen ersten Roman Vita, morte e miracoli di Bonfiglio Liborio veröffentlicht. Mit seinem Debüt, das von der Kritik enthusiastisch gefeiert wurde, gewann er 2020 den renommierten Premio Campiello. 2021 erhielt Rapino für einen auf seinem Roman basierenden Dokumentarfilm den Premio Flaiano.
Geschichte Italiens Chronik Italiens Premio Campiello Italienische Literatur Stream of Consciousness Aussenseiter Randgesellschaft Fabrikarbeit Gewerkschaft 20. Jahrhundert Freundschaft Einsamkeit Zugehörigkeit Norditalien Süditalien
»Die Stimme von Thomas Sarbacher [...], reif, sich Zeit nehmend und immer ein wenig verwundert, nehme ich jedes Wort ab.« Sabine Busch-Frank, Passauer Neue Presse, 12.10.2022
Sabine Busch-Frank ()
»Es ist die ganz große Kunst eines Vortragenden, einen Text so klingen zu lassen, als würde man ihm in Original hören. In diesem Fall gehört das Kompliment dem Schauspieler Thomas Sarbacher, der in der Rolle des Liborio Bonfiglio durch und durch authentisch klingt und diese Figur wirklich zum Leben erweckt.«
Irene Schwingenschlögl ()
»Thomas Sarbacher trifft abgehärmt-rau die einfache Sprache dieses einfachen Mannes.«
Annette Waldmann ()
»Thomas Sarbachers Stimme bringt gegenüber dem Buch einen echten Mehrwert, […] durch ihn wir diese Lebensgeschichte unglaublich lebendig und auch authentisch.«
Dorothee Meyer-Kahrweg ()