Nur wenige haben unser modernes Verständnis von Stadt so geprägt wie Henri Lefèbvre. Der Band wirft vor dem Hintergrund der Realität gewordenen Global City einen aktuellen Blick auf Lefèbvres spektakuläre Thesen von der urbanen Revolution.
Als 1970 Henri Lefèbvres »La révolution urbaine« (»Die Revolution der Städte«) erscheint, ist die Stadt als komplexes Phänomen vor allem soziologisch untersucht worden. Lefèbvre hingegen definierte die Stadt als »Œuvre« – als Ausdruck menschlicher Kreativität, die im Laufe der Entwicklung an Authentizität verloren hat – und charakterisierte die Verstädterung als dialektisch ablaufenden Prozess mit unbestimmtem Ausgang.Fernand Mathias Guelf zeigt, dass die Verbindung von Revolution und Urbanisierung – als »strategische Hypothese« und Perspektive – für die Hoffnung auf eine neue Qualität des menschlichen Zusammenlebens steht.
Fernand Mathias Guelf
Fernand Mathias Guelf (Dr. phil.) lebt in Luxemburg und Berlin. Seine Forschungsgebiete konzentrieren sich auf die philosophischen und literarischen Dimensionen von Stadt und Kreativität.
Stadt Urbanity Urbanismus Globalization Situationismus Social Relations Praxisphilosophie Urban Studies Social Philosophy Kreativität Globalisierung French History of Philosophy Sozialität Philosophy Urban Studies
»Fernand Mathias Guelf hat das Werk Lefèbvres über mehrere Publikationen und Jahre hinweg zusammengefasst, Entwicklungen und Veränderungen aufgezeigt. Das Resultat davon ist eine sehr vielfältige und dichtgedrängte Sammlung zu Henri Lefèbvres Thesen zur globalen Verstädterung.«
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»Fernand Guelf zeigt, dass die Verbindung von Revolution und Urbanisierung – als ›strategische Hypothese‹ und Perspektive – für die Hoffnung auf eine neue Qualität des menschlichen Zusammenlebens steht.«
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»Guelf [kann] die bisherige Rezeption noch um entscheidende Ausführungen ergänzen. Die gelungenen Ergänzungen sind in erster Linie auf die philosophisch fundierten Begriffsbestimmungen zurückzuführen, mit denen [...] Lefèbvres Aussagen auf eine Weise zugespitzt werden, die weder zu unkonkret bleibt noch die dialektische, bewegliche Sichtweise auf die Gesellschaft verkürzt.«
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Besprochen in: http://soziologie.ch/blog, 13.09.2010STADT und RAUM, 5 (2010)»Studio Nordwest« (Nordwestradio/Radio Bremen), 31.10.2010, Thomas Kleinspehnhttp://rageo.twoday.net, 02.11.2010, Sabine HunzikerLiteraturdatenbank ORLIS, 12 (2011)ila, 372/2 (2014)
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»Es ist das unbestreitbare Verdienst des Buches, eine Vielzahl von Schriften Lefèbvres herangezogen zu haben, die [...] zumindest in der deutschsprachigen Auseinandersetzung mit seinem Schaffen kaum eine Rolle gespielt hatten. So wird der Blick gerade auf das Vielschichtige, teils auch Widersprüchliche an seinem Schaffen gelenkt.«
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»Das Buch ist insofern interessant, als dass nicht alle Literatur von Lefèbvre in deutscher Sprache erhältlich ist und der Autor Lefèbvre mit seiner Anleitung zur Praxis in letzter Zeit weniger im wissenschaftlichen Diskurs verwendet wurde.«
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»Eine detaillierte, materialreiche, hervorragend recherchierte Studie, die ihrem Vorhaben, den philosophischen Anspruch der Raum-Arbeit Lefebvres herauszuarbeiten, gerecht wird.«
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