In unserer unübersichtlichen Welt ist der Bedarf nach Orientierung groß. Doch vielfach wird beim Diskurs über Werte die moralische Keule hervorgeholt und der Ruf nach einem allgemeingültigen Ranking wird laut. Das wird dem heutigen Leben, das sich in viele eigenständige Bereiche aufgeteilt hat, nicht gerecht. Im Gegenteil – die Vorherrschaft einiger weniger Werte unserer Gesellschaft bringt das System aus dem Gleichgewicht und führt zu Orientierungslosigkeit.
»Gesellschaft ohne Haltegriffe« ist der Entwurf einer Ethik, die dem einseitig ökonomisch ausgeprägten Denken und Handeln ein Konzept der Vielfalt entgegenstellt. Die grundsätzlich unterschiedlichen, sich gegenseitig oft widersprechenden Werte der autonomen Lebenswelten bieten neue Orientierungsmöglichkeiten für ein gutes Zusammenleben.
Martin Liebmann
Martin Liebmann studierte Philosophie und Politologie und arbeitet
als Markenberater. 2005 gründete er das Lübecker Werteforum und ist seit 2014
Obmann des Vereins zur Verzögerung der Zeit. Bei Komplett-Media ist bereits
»Faul zu sein ist harte Arbeit« von ihm erschienen.
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Der Philosoph und Politologe (zuletzt ‚Faul zu sein ist harte Arbeit‘) und Gründer des ‚Lübecker Werteforums‘ legt einen tiefgründigen, originellen und lesenswerten Beitrag zur Wertediskussion vor.
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