Die Bedeutung des Militärischen und das daraus resultierende Selbstverständnis des Adels ist durch das Rittertum geprägt. Sichtbarer Ausdruck dieses Selbstbildes sind wehrhafte Bauten wie Befestigungen, Zeughäuser oder Marställe. Der reich bebilderte Band stellt v.a. an Beispielen Thüringens deren vielfältige Funktionszusammenhänge dar.
In acht Beiträgen wird u.a. dargelegt, dass militärisches Personal, militärische Zeichen, militärische Aktionen und fortifikatorische Architekturen in der Frühen Neuzeit wesentlich zur höfischen Festkultur beitrugen. Deutlich wird, wie diese Elemente zusammenspielten, mit welchen Traditionen sie verknüpft waren und welche Bedeutung militärisch-technische Innovationen wie Artillerie und Feuerwerk hatten. Ein besonderes Gewicht kommt der Schwarzburg und ihrem Zeughaus zu. Mit ca. 3000 erhaltenen Waffen und Ausrüstungsgegenständen befindet sich hier die einzige Sammlung dieser Größenordnung in Mitteldeutschland. Hier wie in Gotha und an anderen Orten wird der Einfluss der Militärarchitektur - z.B. in der Gestaltung von Jagdschlössern - augenscheinlich. Zumeist diente sie der Selbstdarstellung des Landesherren und suggerierte seine Verteidigungsbereitschaft. Einblicke in Gestaltung und Funktionszusammenhänge von Bauten, die die Wehrhaftigkeit von Residenzen zum Ausdruck brachten
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