In Traité des systèmes unterscheidet Condillac Zeichen, die mit dem Gegenstand zufällig zusammenhängen, natürliche Zeichen und künstliche oder bedingte Zeichen (Sprache und Schrift).
In Traité des systèmes unterscheidet Condillac Zeichen, die mit dem Gegenstand zufällig zusammenhängen, natürliche Zeichen und künstliche oder bedingte Zeichen (Sprache und Schrift). Das Geheimnis der Erkenntnis besteht in der richtigen Anwendung dieser Zeichen. Durch die Zerlegung komplizierter Begriffe in ihre einfachsten Elemente vermeidet man Irrtümer. 1754 führt Condillac in Traité des sensations alle Funktionen der Seele (Gefühle, Wünsche, Willensakte) auf die ihnen zugrunde liegenden Empfindungen zurück. Die Empfindung selbst und die psychische Erfahrung wurden von ihm intellektualisiert. Der Verstand sieht mehr als das Auge, schreibt Condillac.
Étienne Bonnot de Condillac
Étienne Bonnot de Condillac wurde am 30. September 1714 in Grenoble geboren und starb am 3. August 1780 in Flux bei Beaugency. Er war ein französischer Geistlicher, Philosoph und Logiker im Zeitalter der Aufklärung. Er entwickelte dieser Aufklärer eine sensualistische Erkenntnistheorie. 1754 führt Condillac alle Funktionen der Seele auf die ihnen zugrunde liegenden Empfindungen zurück. Der Verstand sieht mehr als das Auge, schreibt Condillac. Im Jahre 1757 wurde er nach Parma berufen, um dort die Erziehung des Infanten und Kronprinzen Ferdinand, des späteren Herzogs von Parma, Piacenza und Guastalla zu übernehmen. Diese Aufgabe übernahm er für neun Jahre, gleichzeitig mit Auguste de Keralio (1715–1805), der für die „moralische Erziehung“ im Sinne der Aufklärung wirkte.
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