Du hast alles verloren. Aber du bist nicht allein.
Tarek, Nata , Ren und der kleine, verwilderte Tuk lernen sich kennen, als sie in den letzten Kriegstagen in die bereits völlig desolate Armee eingezogen werden. Als sie nur mit ein paar Spaten bewaffnet aufs Schlachtfeld ziehen sollen, desertieren sie. Sie alle haben Geheimnisse, über die sie nicht sprechen. Jeder hat Unerträgliches erlebt, tief sitzen Scham und Schrecken. So zusammengeschweißt werden sie einander zur Familie. Bis ein Dilemma ihre Verbundenheit in Frage stellt.
Kann man den Hass auf ein Volk überwinden, mit dem man im Krieg ist? Kann man lieben, wenn man schlimmste Gewalt erlebt hat? Kann man moralisch bleiben in einer zerstörerischen Welt? Diese Fragen verwebt Eva Kranenburg auf einfühlsame Weise zu einer soghaften Geschichte. Sie erzählt ehrlich bis an die Schmerzgrenze, setzt der Brutalität der Nachkriegswelt jedoch immer auch Licht entgegen: Figuren, die sich einem tief ins Herz schreiben – und ihre unerschütterliche Freundschaft zueinander.
Unterrichtsmaterialien
Eva Kranenburg
Eva Kranenburg arbeitete schon in jungen Jahren mit Kindern von Geflüchteten aus dem ehemaligen Jugoslawien. Später, als Psychotherapeutin, arbeitete sie mit Geflüchteten aus Afghanistan, Syrien und dem Irak. Zwar ist kein einziges Detail von dem, was ihre Patienten berichtet haben, in diesem Roman zu finden, aber sicherlich ist trotzdem jeder von ihnen auf irgendeine Art mit in die Erzählung eingeflossen. Eva Kranenburg ist Absolventin der Akademie für Kindermedien, und für das Manuskript »Freunde« erhielt sie den Förderpreis der Mitteldeutschen Medienförderung und wurde nominiert für den Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Oldenburg 2025.
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Das aufwühlende Debüt ist ein Plädoyer für Menschlichkeit – und traurig aktuell.
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»Freunde« ist ein wichtiges Buch, eines, dem man viele Leser/innen wünschen muss.
Ulf Cronenberg ()
Für mich ist dieses Buch ein wichtiges Werk, das unbedingt von Jugendlichen [...] sowie von Erwachsenen gelesen werden sollte.
Katrin Hemmerich ()
»Freunde« von Eva Kranenburg ist ein Jugendroman, der unter die Haut geht. Es ist ein Anti-Kriegs-Roman, wie ich ihn noch nicht gelesen habe.
Christine Knödler ()
[Ein] wichtiges Plädoyer für die Menschlichkeit, das gerade im Hinblick auf das aktuelle Weltgeschehen eine enorme Relevanz hat!
Mélanie Gerber ()
Immer wieder gibt es Romane, die ab der ersten Seite fesseln und einen nicht
loslassen. »Freunde« von Eva Kranenburg ist so ein Roman.
Christa Engeland ()
Ein toller, berührender […] Roman mit starken und realistischen Charakteren. Der Autorin gelingt es, schwere Themen anzusprechen und ihrer Geschichte gleichzeitig Leichtigkeit zu geben. […] Ein Must-Read!
Alisha Sauter ()
Einfühlsam beleuchtet Kranenburg in ihrem erstaunlichen Debüt, wie Spiralen der Gewalt entstehen und aus tiefster Menschlichkeit ein Neuanfang in Liebe und Vertrauen möglich sein könnte.
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[Eva Kranenburg] umschreibt mit liebevoller Schönheit ihre unfassbar gut erdachten Charaktere und deren wertvolle Freundschaft.
Markus Lefrançois ()
Eva Kranenburg hat in ihrem Jugendbuchdebüt [...] die Unmenschlichkeit des Krieges eingefangen und dabei einen Abenteuerroman mit liebenswerten Figuren geschrieben, der mitreißt und Hoffnung macht.
Jana Magdanz ()
Ein außergewöhnlicher Roman, der ergreifend und einfühlsam die Gefühlslagen, Widersprüche, Ängste und Hoffnungen von traumatisierten Menschen in emotionalen Ausnahmesituationen schildert und […] zeigt, was Krieg bedeutet […].
Sybille Mohnhoff ()
Mit den ersten Sätzen zieht Eva Kranenburg in den Sog dieser Geschichte. Mit Charakteren, von denen jeder in seiner Eigenheit plausibel und lebendig gezeichnet ist.
Birgit Müller-Bardorff ()