Zwischen dem Kloster Fiecht und der Gemeinde Stans liegt im nördlichen Mittelgebirge des Tiroler Inntals eine vorgeschobene steile Hügelkuppe, die auf dem Gipfel ein kleines, flaches Plateau trägt. Legenden und Sagen ranken sich um "die Burg", wie die Kuppe im Volksmund heißt, und bis ins 20. Jahrhundert hinein sollen hier, überwuchert vom Gestrüpp, Mauerreste von einstiger Besiedlung gezeugt haben. In mehrjährigen Grabungsarbeiten hat der Verfasser auf der Stanser Burg zwei aufeinander folgende Siedlungsabschnitte in vorgeschichtlicher Zeit nachgewiesen. Ältere und jüngere Siedlung unterscheiden sich in der Bauweise und in Form und Dekor der reichlich vorhandenen Keramik, die im umfangreichen Bildteil wiedergegeben und ausführlich beschrieben ist.
Alfred Prinz zur Lippe
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