Dies ist kein Roman über den Krieg in der Ukraine. Es ist ein Roman über ein Sportgerüst, das verrostet, über zwei Menschen, die einander gehörten, und über einen Ort, den es nicht mehr gibt.
Dieses Buch tut weh. Und das soll es auch.
Marjinka, ein Dorf am Rand von Donezk.
Ein Feld voller Sonnenblumen, dahinter der Friedhof, daneben ein verrostetes sowjetisches Sportgerüst, an dem zwei Jungen Klimmzüge machen.
Sascha, den alle lieben, der mit echtem Talent Fußball spielt. Und Andrej, der stille, der zusieht, der die Welt besser machen will und seinen besten Freund an einer kleinen, nie ausgesprochenen Stelle beneidet.
Das Dorf nennt sie die Brüder, obwohl sie keine sind.
2014 bricht alles in einem einzigen Jahr. Das Dorf wird zur Frontlinie. Die beiden werden vom selben Ort und vom selben Jahr in entgegengesetzte Richtungen geschoben — bis sie sich, acht Jahre später, in zwei verschiedenen Uniformen im zerstörten Feld ihrer Kindheit gegenüberstehen.
Und der Ort, um den gekämpft wird, hört dabei auf zu existieren.
Dies ist kein Roman über den Krieg in der Ukraine. Es ist ein Roman über ein Sportgerüst, das verrostet, über zwei Menschen, die einander gehörten, und über einen Ort, den es nicht mehr gibt.
Ruhig erzählt, ohne These, ohne Trost — und gerade dadurch unerträglich genau.
Für Leser von Swetlana Alexijewitsch, W. G. Sebald und Saša Stanišić.
Aleks Kavalenko
Aleks Kavalenko ist deutscher Autor mit ukrainischen Wurzeln. Er interessiert sich für Psychologie, Geopolitik und die Frage, wie Technologie unsere Wahrnehmung von Wahrheit verändert. Neben der Entwicklung digitaler Projekte beschäftigt er sich intensiv mit gesellschaftlichen Dynamiken. Seine Romane verbinden Recherche, Atmosphäre und moderne Realität.
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