Ozan Zakariya Keskinkılıç Keskinkılıç Hundesohn

Hundesohn

von Ozan Zakariya Keskinkılıç

Roman

EUR 14,00

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Beschreibung

Eine Liebesgeschichte zwischen Berlin und Adana, zwischen Erinnerung und Sehnsucht. Zeko lebt in Berlin, dreitausend Kilometer von Hassan entfernt – und doch ist Hassan ihm näher als jeder Mann, den er in Parks und Cafés, auf Dating-Apps oder vor der Moschee trifft. Hassan, der Nachbarsjunge aus Adana, den sein Großvater Dede nur »Hundesohn« nennt, wenn Zeko ihn in den Sommerferien besucht. Dann stirbt Dede an einem Herzinfarkt. Aber Zeko will nicht vergessen: nicht den Großvater, der alten Männern die Sorgen aus dem Bart schnitt und auf Arabisch sang, nicht den Geschmack von Bamya, nicht die religiösen Rituale – und vor allem nicht Hassan.

Und so zählt er die Tage, bis er Hassan wiedersehen wird. Doch je näher seine Abreise rückt, desto heftiger bedrängt ihn, was bei ihrer letzten Begegnung geschehen ist.

Hundesohn erzählt radikal und poetisch von Liebe und Begehren, von Euphorie und Verletzlichkeit, von der Angst und dem Glück, wenn man liebt – über alle Grenzen, Sprachen und Körper hinweg.


Autor*in

Ozan Zakariya Keskinkılıç
Ozan Zakariya Keskinkılıç, geboren 1989, studierte Politikwissenschaften in Wien, Berlin und Cambridge. 2022 erschien sein Lyrikdebüt Prinzenbad im Elif Verlag, 2023 das Sachbuch Muslimaniac. Die Karriere eines Feindbildes im Verbrecher Verlag. Seine Texte wurden in Zeitschriften und Anthologien (u. a. anders bleiben, Rowohlt 2023) veröffentlicht und in mehrere Sprachen übersetzt. 2025 wurde er u.a. mit dem ZDF-»aspekte«-Literaturpreis und dem Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis ausgezeichnet. Hundesohn ist sein erster Roman.

Themen in »Hundesohn«

Liebesgeschichte Literatur Glaube Freundschaft Familie Queer Türkei Verwandlung Sex Erinnerung Islam genderqueer schwule Bücher Gay Queer life

Stimmen zu »Hundesohn«

»Ein originelles literarisches Debüt ... Keskinkılıç gelingt ... eine Erzählung von Liebe, Begehren, Migration, Familie und der Suche nach dem eigenen Ich.«
Lukas Keller ()

»Die vielen klug komponierten Bilder von Hundesohn beweisen das sorgfältige Sprachgefühl von Keskinkılıç' verdichteter Prosa. Und wie hier einer noch im Profansten feinsinnige und berührende Poesie findet.«
Marie Serah Ebcinoglu ()

»Keskinkılıçs Debüt liest sich zackig: Die kurzen Kapitel geraten abwechslungsreich, der bissige Humor erweist sich als treffsicher, und die bewusst blumige Metaphorik wird behutsam kultiviert.«
Maximilian Mengeringhaus ()

»Die hyperpoetische Prosa von Keskinkılıç leckt, kuschelt, kratzt, und manchmal bellt sie auch. All das tut ausgesprochen gut. Ein großes Berlin-Buch.«
Stefan Hochgesand ()

»Les- und hörbar in diesem fein komponierten Roman wird die Finesse des Lyrikers, der Keskinkılıç ist.«
Marlen Hobrack ()

»In poetischer Sprache und vielstimmigen Bildern erzählt der Roman [Hundesohn] von queerer Identität, Sehnsucht und der Suche nach Zugehörigkeit.«
()

»Hundesohn ist ein sinnlicher, unter Hochspannung stehender, kluger Roman über Liebe heute, für jeden Moment des Haderns zwei der Scham und drei des Trotzes, aber dann doch, immer wieder, ist da eine Art Glück, und viel mehr kann man sich doch kaum wünschen.«
Tobias Rüther ()

»Hundesohn ist ein Buch, das vibriert, schwebt, schwingt, wunderbar musikalisch durch Wiederholungen rhythmisiert, ein Langgedicht, wenn man so will, das seinen eigenen Gesetzen folgt und sich von aller gebundenen Form lässig befreit hat.«
Ekkehard Knörer ()

»Ein Roman wie ein langes Liebesgedicht. Traurig-schön.«
()

»Hundesohn ist mitreißend und anstrengend, vor allem ist es Literatur, ein Kunstwerk, das vollständig aus der Sprache wirkt, weil es sich nicht in Deskription verwässert oder eine Handlung konstruiert, die man zur Not auch verfilmen könnte. Der Roman, der so viel von Ambiguität und existenzieller Unsicherheit weiß, ist als Kunstwerk ganz bei sich.«
Gustav Seibt ()

»Die Sinnlichkeit [Keskinkılıç'] Prosa ist so groß, dass sie es sogar schafft, Filzläuse mit Witz und Erotik zu verbinden. Herausragend ist dieser fulminante Roman aber auch, weil er so leichthändig dialektisch den verhandelten Sprachverlust in eine Sprachermächtigung überführt. ... Hundesohn ist eines der stärksten deutschsprachigen Debüts in diesem Jahr.«
Nadine Lange ()

»[Ein] fulminanter Debütroman ...«
Daniel Graf ()

»Keskinkılıç beschreibt in seinem Debütroman auf unnachahmlich poetische Weise die Topografie menschlicher Körper ...«
()

»Das Buch [ist] sprachgewaltig und voller Denkanstösse.«
Ariane Schwob ()

»... das vielleicht spannendste Debüt seit langem, dramatisch schön und überwältigend wie sein Autor. «
Andy Reinard ()

»Keskinkiliç meistert ... selbst eingegangenen Risiken bravourös – und nach der Lektüre, so viel ist sicher, sieht man mit anderen Augen auf die deutsche Literaturlandschaft der Gegenwart.«
Leander Berger ()

»... Keskinkılıç hat einen modernen Berlin-Roman geschrieben, in dem sich aus immer wieder überraschenden Sprachbildern eine vielschichtige Existenz formt, der aber auch Vorurteile und Alltagsrassismus thematisiert, denen man an den Rändern ausgesetzt ist.«
Valerie Bäuerlein ()

»Die Sprache fasziniert. Überdeutlich, brutal und dann wieder musikalisch, lyrisch, rhythmisch, wie es der Autor schon mit seinem Lyrikband bewiesen hat. «
()

»Manchmal schreiben Lyriker die spannendsten Romane.«
()

»Ein ungeschminktes, gradliniges Buch mit einem starken Rhythmus.«
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»[Keskinkılıç hat] einen hypnotisch flirrenden Debütroman vor[gelegt], bei dem die Prosa mehr Poesie als Plot in sich trägt, aufgeladen mit Geilheit, gepierct mit Weltschmerz, waidwund vor Wut.«
Erik Heier ()

»Keskinkılıçs Stil ist erfrischend neu und doch gehen die ernstzunehmenden Probleme nicht unter.«
()

»Viele Passagen haben eine rohe Qualität, sie scheinen, einem direkt in die Brust zu greifen. ... Ein Buch, das man in einem Tag locker lesen kann. Aber das nicht so locker aus dem Kopf geht.«
Moritz Vogt ()

»[Das] interessanteste Prosadebüt dieses Bücherherbstes.«
Jan Drees ()

»[Die] poetische Sprache, derer der Lyriker Keskinkılıç eindeutig mächtig ist, [trägt] uns leichtfüßig durch den Roman ...«
Christian Pausch ()

»[Keskinkılıç] erweitert die postmigrantische Literatur um eine queere Perspektive. ... Hundesohn ist ein lebhaftes Porträt von Sehnsucht.«
Fabian Schäfer ()

»Mit seinem Roman Hundesohn erweitert Keskinkılıç die postmigrantische Literatur um eine queere Perspektive. ... poetisch und sinnlich.«
()

»Ozan Zakariya Keskinkılıç ist ein Text über das Dazwischen geglückt, ein queerer Text im besten Wortsinne, der Erwartungen mit Stilbrüchen und Poesie auskontert und einen nach 200 Seiten beglückt zurücklässt.«
Christian Werthschulte ()

»Hundesohn ist Keskinkılıçs Romandebüt, das gekonnt die poetische Sprache seiner früheren Gedichte sowie Gestus und die Inhalte seines Sachbuchs ›Muslimaniac‹ zu einem virtuosen Prosatext zusammenfügt ...«
Matthias Schümann ()

»Wer denkt, deutsche Literatur wäre verstaubt oder angepasst, sollte sich diesen Roman mal anschauen. Keskinkılıç beweist in Hundesohn mit seiner genauso derben wie lyrischen Sprache, mit seiner Leichtigkeit und seinem Tiefgang, wie modern und jung lokale Literatur klingen kann.«
()

»Hundesohn ist als eine poetische Hymne zu Sehnsucht, Zugehörigkeit, schwulem Begehren und Glauben zu empfehlen.«
Michaela Minder ()

»Ein kluges und teils recht explizites Buch über familiäre Bindung und Prägung, Alltagsrassismus, Sex-Dates und die Zerrissenheit junger, migrantischer Menschen. [Eine] in der deutschen Literaturlandschaft noch seltene Perspektive ...«
Marc Dannecker ()

»[Keskinkılıç] erzählt so poetisch und entlarvend wie schon lange kein deutschsprachiger Romanautor mehr.«
Carsten Schrader ()

»Ein Roman, der uns in eine andere Welt entführt.«
Birgit Kawohl ()

»Dieser Roman bricht einem das Herz – und doch wünscht man sich, einmal im Leben so zu lieben wie Zeko.«
Mithu Sanyal ()

»Das ist der zärtlichste und klügste Roman seit langem über Liebe, Freundschaft, Begehren – man wünscht sich, dieses Erzählen möge nie enden.«
Martina Hefter ()

»Verletzlichkeit und Sehnsucht verwandeln sich hier zu großer Literatur. Und alles riecht nach Orangen, Salz.«
Dinçer Güçyeter ()

Details

ISBN: 9783518475799
Verlag: Suhrkamp
Erscheinung: 24.11.2026

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