Wenn ADHS süchtig macht: Warum diese Diagnose oft in die Sucht führt
Jeder zweite mit ADHS-Symptomen entwickelt im Laufe des Lebens eine Sucht. Umgekehrt gibt es unter Süchtigen viele Menschen mit einer undiagnostizierten ADHS. Gaby und Lisa Guzek erklären die neurobiologischen Zusammenhänge zwischen ADHS und Sucht und zeigen, warum Menschen mit ADHS so leicht abhängig werden. Der Schlüssel liegt in den Hirnbotenstoffen, die aus der Balance sind, sowie in einer etwas anderen Verdrahtung der einzelnen Hirnregionen. Was bedeutet: Die üblichen Suchtprogramme müssen bei Menschen mit ADHS scheitern. Die beiden Expertinnen für Suchterkrankungen und ADHS zeigen, wie erfolgreiche Therapien aussehen, wie Betroffene erst gar nicht süchtig werden und wie Eltern verhindern können, dass aus den Suchttendenzen ihrer mit ADHS diagnostizierten Kinder eine fatale Abhängigkeit wird.
Gaby Guzek
Gaby Guzek, geboren 1967, arbeitete nach ihrem Studium unter anderem bei der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung« und der Fachzeitschrift »Die Neue Ärztliche«. Seit mehr als 30 Jahren ist sie Fachjournalistin für Wissenschaft und Medizin. Jahrelang selbst von schwerer Alkoholsucht betroffen und mit den Therapiemöglichkeiten unzufrieden, begann sie, sich zusammen mit ihrem Mann, Dr. med. Bernd Guzek, intensiv mit dem Phänomen Sucht auseinanderzusetzen. 2020 veröffentlichte sie im Eigenverlag ihr Buch »Alkohol adé«. Heute steht Gaby Guzek als Coach Alkoholsüchtigen zur Seite und hilft ihnen dabei, ihre Sucht nachhaltig zu besiegen. Sie lebt in Kärnten.
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