Im Grunde genommen weiß Enno nicht, warum er sich auf diese Reise eingelassen hat. Er sitzt im Zug nach München, um seine geschiedene Frau zu besuchen. Es ist der erste persönliche Kontakt nach zehn Jahren. Die Trennung hatte ihn aus er Bahn geworfen und dazu geführt, dass er sein Leben völlig neu ausgerichtet hat. Doch viele dieser schweren Erinnerungen tauchen plötzlich wieder auf. Entgegen seiner Gewohnheit, auf Zugreisen zu arbeiten, lässt er sich an diesem Tag von den anderen Reisenden ablenken. Und er trifft sehr unterschiedliche und interessante Menschen. Bis zuletzt sitzt Angelo in seinem Abteil, mit dem er sich auf unerklärliche Weise verbunden fühlt. Er schenkt ihm nicht nur sehr inspirierende Impulse, sondern auch eine Leichtigkeit, die Enno ausgesprochen guttut. Und Enno hat Glück. Angelo bleibt bis zum Ende seiner Reise bei ihm.
In unserer hektischen Welt gönnen wir uns nur selten die Zeit, uns mit philosophischen Fragen zu beschäftigen. Und doch sind sie die Grundlage unseres Lebens und viel stärker in uns aktiv, als uns oftmals bewusst ist. Das Buch lädt dazu ein, sich auf leichte Art und Weise von einigen anregen zu lassen oder sich einfach nur auf eine fröhliche Zugreise zu begeben.
Karin Hildebrandt
Karin Hildebrandt lebt und arbeitet in Aachen. Ihre schriftstellerische Arbeit umfasst Gedichtbände und Romane unterschiedlicher Genres. Immer wieder gelingt es der Autorin in feinsinniger und humorvoller Weise, das Augenmerk des Lesers auf sich selbst und das Leben im Besonderen zu richten.
Freundschaft Toleranz Trennung Veränderung Ehrlichkeit Offenheit Mut Humor