Drift erzählt von der Unmöglichkeit des Schreibens, vom Mysterium der Kreativität, von der Besessenheit, das Jetzt auf dem Papier einfangen zu wollen. Die Erzählerin arbeitet an einem längst überfälligen Roman, verbringt lange Tage zu Hause, streift mit ihrem ruhelosen Terrier Genet durch die Straßen der Nachbarschaft und korrespondiert mit Schriftstellerkolleginnen, die ihre Schreibkrise teilen, ihr aber dennoch nicht helfen können. Sie ist besessen von der Herausforderung, die Gegenwart zu schreiben, die Zeit selbst literarisch zu erfassen. Fasziniert von den Werken von Rainer Maria Rilke, Robert Walser oder Chantal Akerman spaziert sie, fotografiert die Bewohnenden und Streuner ihres Viertels und hält ihre Gedanken in einem gelben Notizbuch fest. Sie will schreiben, aber immer wird sie abgelenkt.
Dann wird sie schwanger mit ihrem ersten Kind und dieser Zustand verleiht ihrem Denken und Schreiben plötzlich eine neue Dringlichkeit. Sie findet eine literarische Form für ihre intellektuellen Spaziergänge, eine Sprache, die beschreiben will, »was es heißt, in einem Körper herumzulaufen« und wie es gelingen könnte, die Textur eines Gefühls festzuhalten. Als ihre Tochter zur Welt kommt, beendet sie das Buch und gibt ihm den Titel Drift.
»Was ist eine Drift? Vielleicht eine Art Form.«
Ausgezeichnet als bestes Buch des Jahres von The Paris Review, Elle, Harper’s Bazaar,Esquire, Vulture und Refinery29
Drift erzählt von kreativem Eifer, von persönlichen Krisen und den (Un)Möglichkeiten der Literatur
Die Übersetzung wurde großzügig unterstütz von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia.
Kate Zambreno
KATE ZAMBRENO, geboren 1977 in Illinois, schreibt Bücher und Essays, war in der Chefredaktion bei Newcity Chicago und gibt an verschiedenen Colleges Kurse zu den Themen Feminismus und Kunst. Zambrenos Texte erschienen unter anderem in The New Yorker und The Paris Review. Zambreno hat in den USA bereits zehn Bücher ver.ffentlicht, in deutschsprachiger Übersetzung erschienen bisher Mutter (Ein Gemurmel), Drift und Der helle Raum. Zambreno erhielt 2021 ein Guggenheim-Stipendium und promoviert derzeit in Performance Studies an der NYU. Kate Zambreno lebt in Brooklyn, New York.
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»Drift fängt die unruhigen Stillstände, die Anfänge, die Scham, die Freude und Langeweile ein, die zur Schaffung eines Kunstwerks gehören.« The Paris Review
»Der Roman ist so lebendig wie kaum ein anderer, er vibriert förmlich, denn die Erzählerin reißt ihre Ideen aus der Luft und verwandelt sie in, nun ja, Drifts.« The Los Angeles Times
»Gegenwärtig, intuitiv und zugleich abstrakt« Meike Feßmann / Süddeutsche Zeitung
»Man liest diesen Roman wie ein Tagebuch in seiner soghaft-intimen Entfremdung von sich selbst.« Ivana Sokola / ZEIT Online
»Dieses Buch ist für alle sehr spannend, weil man direkt in einem Dialog ist mit der Autorin und dem, was sie beschäftigt.« Insa Wilke / ZDF-Kulturzeit
»Die Drastik, mit der sie Körper beschreibt, ist politisch.« Insa Wilke / ZDF-Kulturzeit