«Als ich diese Schlange war bei dir, Ruth, sagt sie, war ich etwas wert. Ich war die Bewegung meines Körpers. Ich war das Muster meiner Haut. Ich war mein Atmen, war die Kraft meiner schuppigen Oberfläche, und mein Körper gehörte mir.»
Alle verfallen ihr. Sie geht selbstbewusst durch die Straßen in ihrem Glanz, zieht magisch die Aufmerksamkeit auf sich. Ruth.
Ruth ist ein ganz besonderer Mensch. Sie kommt mit einem Fell zur Welt wie schon ihre Mutter und ihre Großmutter, am Ende der Kindheit verliert sie es. Und Ruth hat «die Kraft». Sie kann Gewitter aufziehen lassen, Bäche zum Versiegen bringen, Dinge bewegen.
Aber vor allem kann sie Menschen in Tiere verwandeln, vorübergehend. Und die Menschen strömen zu ihr, wollen Qualle sein auf Zeit, Languste, Hund, Vogel, Echse und dabei die Rechnungen vergessen, die Sitzungen im Büro, den Haushalt, das ganze moderne Leben.
Ruth teilt ihre Kraft mit jedem einzelnen Menschen, sie sehen bei ihr das Glück, sehen, was sein könnte und nicht ist, was sie vergessen haben und jetzt vermissen. Und sie hilft mit ihrer Kraft auch denen, die Gewalt erleben. Aber dann kommt Linda, die große, schöne Linda. Die verheiratete Linda. Was soll jetzt werden?
«Weil ich Ruth bin» ist ein verblüffender Roman voller Magie in einer einzigartig sinnlichen Sprache.
– Ein moderner Hexenroman
– weibliche Selbstermächtigung
– Sexualität jenseits von Pornografie
– Erinnert an "Das kunstseidene Mädchen" von Irmgard Keunan
Julia Weber
Julia Weber wird 1983 in Moshi (Tansania) geboren und zieht 1985 mit ihrer Familie nach Zürich. Nach einer Lehre als Fotofachangestellte mit gestalterischer Berufsmaturität studiert sie literarisches Schreiben am Schweizerischen Literaturinstitut in Biel, gründet den Literaturdienst und ist Mitbegründerin der Kunstaktionsgruppe «Literatur für das, was passiert» zur Unterstützung von Menschen auf der Flucht sowie des feministischen Autorinnenkollektivs «RAUF». Julia Weber wurde bereits vielfach ausgezeichnet (u. a. Alfred-Döblin-Medaille, Franz-Tumler-Literaturpreis, Droste-Förderpreis, Conrad-Ferdinand-Meyer-Preis, Alemannischer Literaturpreis), sie lebt mit ihrer Familie in Zürich. Im Limmat Verlag sind die Romane «Immer ist alles schön» und «Die Vermengung» lieferbar.
Liebe Queer Körper Literatur Literatur Identität Freundschaft Coming of age Gegenwartsliteratur Magischer Realismus
«Wir bestaunen Julia Weber als Meisterin des sinnlichen Schreibens.» Julian Schütt, CH Media
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«Julia Weber erzählt von einer Frau, die Menschen durch Küsse in Tiere verwandeln kann: gesellschaftskritisch, feministisch und überraschend lustig.» Simon Leuthold, SRF Kultur
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«Julia Weber erschafft einen Kosmos des Kleinräumigen, der trunken macht, der mich staunen lässt. Da hat sich eine Autorin in einen Rausch geschrieben, einen mitreissenden Sprachstrom, der mich unweigerlich nach wenigen Seiten erfasst und erst mit der letzten Seite loslässt.» Gallus Frei-Tomic, literaturblatt.ch
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«Mit ihrem neuen Roman hat Julia Weber eine der faszinierendsten Heldinnen der Gegenwartsliteratur geschaffen.» Daniel Graf, Republik
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«Julia Webers neuer Roman ‹Weil ich Ruth bin› liest sich wie ein süsser schwerer Traum. Es ist ein Roman über die Sehnsucht nach Verwandlung.» Leonie C. Wagner, NZZ
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«‹Weil ich Ruth bin› ist eine zauberhafte Geschichte über Zwänge und Freiheit.» Elodie Kolb, WOZ
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«Ein Roman, der dazu anregt, die Welt nicht immer so realistisch zu sehen oder gar aus dem Alltag auszubrechen.» Ruth Schildknecht, Buchhandlung Nievergelt
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«Weber ist in ihrem Roman eine schöne Idee gelungen, diese Ruth-Frauenfigur zu erschreiben, die man bewundern kann.» Nora Zukker, Tagesanzeiger
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«Julia Webers Roman ‹Weil ich Ruth bin› ist ein Wechselbad von Wundersamem und Trostlosem. Sie erzählt in einer gut lesbaren, soghaften, immer präzis rhythmisierten Prosa.» Christoph Vormweg, Deutschlandfunk Büchermarkt
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«Was für ein Roman! Beim Lesen musste ich oft innehalten, weil er mich so durchdrungen hat, ich ihn ganz auskosten wollte. So bildstark, so zärtlich, so atmend, so groß. Ich möchte dieses Buch allen Menschen ans Herz legen oder unter das Kopfkissen schieben.» Helene Bukowski, Autorin
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