In vielen OECD-Ländern sind lange Wartezeiten für verschiedene Gesundheitsdienste ein Problem – sie betreffen ambulante fachärztliche Behandlung, genauso wie die Notfallversorgung, die Krebstherapie oder chirurgische Eingriffe. Eine Reihe von Ländern hat in den vergangenen zehn Jahren neue Richtlinien eingeführt und damit die Wartezeiten oft erheblich verkürzt. Durch die jüngste Wirtschaftskrise und angesichts knapper öffentlicher Kassen besteht jedoch die Gefahr, dass dieser Fortschritt nicht von Dauer ist.
Die neue OECD-Studie „Waiting Time Policies in the Health Sector-What Works?“ analysiert die Entwicklung in 13 OECD-Ländern. Sie beschreibt, wie die Staaten die Länge der Wartezeiten erfassen und auf welchem Weg sie versuchen, diese so kurz wie möglich zu halten. Der Bericht bewertet die Effizienz unterschiedlicher Ansätze und gibt Handlungsempfehlungen.