Ein großer Teil des Welthandels läuft über den Transfer von Waren, immaterieller Werte und Dienstleistungen innerhalb multinationaler Unternehmen. Um die Steuerpflicht in den beteiligten Ländern zu ermitteln und Doppelbesteuerung zu vermeiden, empfiehlt die OECD den Fremdvergleichsgrundsatz (arm's length principle) anzuwenden. Das Prinzip besagt, dass die Verrechnungen konzerninterner Transaktionen so gestaltet werden müssen, als ob sie unter ähnlichen Bedingungen zwischen unabhängigen Markteilnehmern stattfinden würden. Die Transfer Pricing Guidelines der OECD wurden 1979 zum ersten Mal veröffentlicht und werden international anerkannt. Sie werden alle paar Jahre aktualisiert.