Maximilian I. wurde zu Recht auch 'der letzte Ritter' genannt. Auf der einen Seite
galt er als einer der letzten Vertreter der mittelalterlichen Adelsgesellschaft, andererseits
gelang es ihm – gleichsam an der Schwelle zwischen Mittelalter und Neuzeit stehend
–, das Neue bereits zu erahnen und sogar zu interpretieren. Er einte unter seiner
Herrschaft ein weites heterogenes Konglomerat aus königlichen und herrschaftlichen
Gebieten und bemühte sich, diese mit angemessenen Militärapparaten und
Verwaltungseinrichtungen auszustatten. Dadurch gelang es ihm, sein Herrschaftsgebiet zu
festigen und gleichzeitig die Voraussetzungen für das Reich der Habsburger zu schaffen,
das über vier Jahrhunderte lang zum Hauptdarsteller auf dem Parkett der europäischen
Geschichte werden sollte.
Das Buch zeichnet ein historisches Bild eines großen Herrschers seiner Zeit und eines
Ortes als Grenz- und Kontaktgebiet zwischen mitteleuropäischem und mediterranem
Raum: Maximilian und Toblach.
Guido Bocher
Kreuzweg 1519 Lerschach Toblach