250 Dirigenten bewarben sich, als 1908 die Stelle des Leiters des Meraner Kurorchesters neu zu besetzen 250 war – allein schon diese Zahl sagt genug über das Ansehen, das das Meraner Orchester damals genoss.
Sein kultureller Auftrag verlangte ein Repertoire, das quer durch die Musikliteratur ging: Symphonien, Opern, Operetten, geistliche Musik – an erster Stelle aber standen die täglichen Konzerte in den Pavillons der Parkanlagen: liebenswürdige Klänge, die jeden Trübsinn vertrieben und neue Lebensgeister weckten …
Der Hinweis auf die Leistung des Ensembles rechtfertigte die ziemlich bedeutende Aufwendung, denn das Kurorchester leistete wirklich Unglaubliches – 150 Jahre lang.
Renate Abram