Der Marmor aus dem Vinschgau ist weltberühmt. Aufgrund der zwei Abbaustellen an der Jennwand sowie den beiden konkurrierenden Unternehmen ist er als Laaser Marmor und Göflaner Marmor bekannt. Seine blütenweiße Reinheit, die besondere chemische Beschaffenheit, seine reiche Geschichte und vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten zeichnen ihn als einzigartiges Kulturgut aus. Marmor ist vielseitig nutzbar. Er spricht technische, architektonische, ästhetische, künstlerische, wirtschaftliche, naturwissenschaftliche und historische Interessen gleichermaßen an. Doch seine Gewinnung, Verarbeitung und Vermarktung stellen große Herausforderungen dar. Werke aus Laaser oder Göflaner Marmor sind zeitlos und werden zu Symbolen der Ewigkeit. Das Schöne und Wertvolle weckt Begehrlichkeiten, wird zum Streitobjekt und zur Zierde für jene, die sich schmücken wollen oder müssen. Paläste, Denkmäler und Bauwerke, die Prestige, Schönheit und Beständigkeit ausstrahlen sollen, entstehen aus Marmor oder werden mit ihm gestaltet. Dieser Tagungsband ist das Ergebnis eines wissenschaftlichen Symposiums, das das Südtiroler Kulturinstitut an der Fachschule für Steinbearbeitung „Johannes Steinhäuser“ in Laas organisiert hat. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Südtirol, Österreich und Deutschland haben zum Thema geforscht und präsentieren im Buch ihre Ergebnisse, ergänzt durch zahlreiche Fotografien von Gianni Bodini.
Herbert Raffeiner
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„Das als Aufsatzsammlung angelegte, reichlich bebilderte und auch für eine breitere Leserschaft verständlich geschriebene Buch war eine längst fällige Würdigung des Laaser Marmors, die exzellent gelungen ist.“
GeoSphere Austria
Es ist ein sehr aufschlussreiches und kenntnisreiches Werk, das einen der berühmtesten Werkstoffe Tirols und der ganzen Habsburger Monarchie in eine Fülle von kulturellen, künstlerischen und wirtschaftlichen Verbindungen und Verflechtungen stellt.
Österreichische Zeitschrift für Kunst und Denkmalpflege
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