Mit einer ihm selbst erstaunlichen Kühnheit wagte sich vor langen Jahren der junge Nunez Baz in die Hafenkneipe „Zum silbernen Tümmler“. Kein männlicher Erbe ist im Haus, aber die schwarzhaarige Elena hat es ihm so angetan, als er an einem Dienstag die Schenke betritt, dass er erst Freitag wieder geht. Drei Wochen später ist die Hafenelena seine Frau und er Besitzer des Etablissements. Voll ist es, nicht nur wenn Parade ist, und viele Reisegruppen unterbrechen ihre Schiffstour, um hier einzukehren. Trotzdem kommt der Gerichtsvollzieher. Und eines bösen Nachmittags fragt Elena nach dem ausstehenden Schulgeld von Sohn Miguel. Nunez Baz schwört sich, den unrechten Weg, der sich ihm bietet, nicht zu betreten oder, wenn doch, ihn bald wieder zu verlassen und trotzdem wird alles eintreten, was er doch aus seinem Leben ausschalten will – und was es erzählenswert macht.
Otto Brües
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