Mit 80 Jahren beginnt Josef Spirek (geb. 1913 in Weitra, Österreich) auf Wunsch seiner Kinder einen Aufsatz über sein Leben zu schreiben. Denn, an Gesprächen teilzunehmen bleibt ihm verwehrt: Josef Spirek ist tabu. Er leidet wie Beethofen an Otosklerose. Der langjährige Gärtner der gräflichen Gutsverwaltung Kottulinsky, zu deren Besitz das Schloss Neudau in der Oststeiermark zählt, beschreibt daraufhin unaufgeregt, feinsinnig und ohne Pathos ein Jahrundert voller Ereignisse und Veränderungen - mit erstaunlichen Parallelen zur heutigen Zeit. Und er erzählt Dinge, die nicht in Geschichtsbüchern zu finden sind.
Josef Spirek, posthum
Josef Spirek, 1913-1998, lebte und arbeitete als Gutsgärtner von Schloss Neudau / Oststeiermark. Er litt an Otosklerose, einer Gehörbehinderung die zur völligen Ertaubung im frühen Erwachsenenalter führte. Seine große Liebe galt Ehefrau Emma und den vier Kindern. In seinem Aufsatz "Der taube Gärtner", verlegt von seinem Enkel Georg, beschreibt er verblüffend unaufgeregt und ohne Pathos ein Jahrhundert voller dramatischer Veränderungen. Sein Vermächtnis kann nachfolgenden Generationen helfen Antworten zu finden - auf viele Fragen des Lebens.
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