Maputo erzählt von einer jungen Frau aus Wien, die die Identität ihrer Schwester übernimmt und in ein koloniales Gegenwarts-Mosambik gerät. Der Roman verbindet persönliche Verschiebung mit den unabgegoltenen Folgen einer österreichischen Kolonialgeschichte, die in dieser Welt über Europa hinausreicht. Zwischen Tierklinik, Pavianforschung, politischem Untergrund und neuen Formen von Begehren verschiebt sich Heidis Blick auf Verantwortung, Zugehörigkeit und das, was ein Leben formt.
Günter Schütt
Schütt, geboren 1982, lebt in Wien. Er studierte Philosophie, Psychologie und Literaturwissenschaft und
arbeitete mehrfach zu Karl Kraus. Seine literarischen Werke kreisen um Macht, Sprache und die Formen historischer und gesellschaftlicher Verschiebung. Sein Debütroman Hannibal erscheint bei Osburg; Maputo ist sein zweiter Roman.
Maputo Identitätswechsel Schwester