Obrecht erzählt über drei Generationen hinweg ein autobiografisch geprägtes Familienepos. Im Zentrum steht eine ungewöhnliche Geschichte. Herwig, der Protagonist, wächst im Wien der Zwischenkriegszeit mit vier „Müttern“ auf – seiner leiblichen Mutter, zwei Tanten und der Geliebten des Vaters. Intime Erinnerung trifft dabei auf historische Umbrüche, darunter Erster Weltkrieg, NS-Diktatur, Bombenangriffe, Kriegsgefangenschaft und Neubeginn in der jungen Republik. Währenddessen reflektiert der Autor über Liebe, Herkunft, Identität und die Frage nach dem Sinn des Lebens. Mit detailreichen Szenen, Humor und philosophischer Tiefe entsteht ein Panorama österreichischer Geschichte – beginnend mit einer Doppelhochzeit im Jahr 1921 bis zur letzten Nacht eines Greises.
Andreas J. Obrecht
Andreas J. Obrecht ist habilitierter Soziologe, Entwicklungsforscher, Schriftsteller, Moderator der ORF-Ö1-Sendungen „Punkt Eins“ und „Im Gespräch“. Darüber hinaus leitet er das Austrian African Research Network – Africa-UniNet (www.africa-uninet.at) – sowie das Austrian Partnership Programme in Higher Education and Research for Development (APPEAR, www.appear.at). Die Programme fördern wissenschaftliche Kooperation in Forschung und Lehre zwischen österreichischen Hochschulen und wissenschaftlichen Institutionen in Afrika, am Westbalkan, im Kaukasus, in der Schwarzmeerregion und in Himalaya-Staaten. Im Rahmen von Africa-UniNet werden derzeit rund 80 Forschungskooperationen in 19 afrikanischen Ländern durchgeführt. Andreas J. Obrecht blickt auf 30 Jahre universitäre Lehrtätigkeit und Feldforschungen im Südpazifik, in Subsahara-Afrika, in der südöstlichen Karibik und in Himalaya-Staaten zurück. Er hat zahlreiche wissenschaftliche und literarische Publikationen veröffentlicht.
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