Kann Fremde zur Heimat werden? Ein Zeitgemälde über die erste Hälfte der 1950er-Jahre, ein Epos über die Vertriebenen aus Böhmen und Mähren.
Anni lebt mit ihrem Mann Bernhard inmitten der Aufbruchsstimmung der 1950er-Jahre. Sie studiert und arbeitet nebenbei in einer Buchhandlung, abends feiern sie mit ihren Freunden in der kleinen Wohnung ausgelassene Feste. Sie alle haben den Krieg und die Flucht aus Mähren durchgestanden, aber sie leben in der Gegenwart, fest dazu entschlossen, das Leben zu genießen.
Ilse Tielsch zeigt den Neubeginn und den Wiederaufbau in den 1950er-Jahren inmitten der zeitgeschichtlichen Ereignisse und Entwicklungen, mit denen die Menschen konfrontiert waren. Die aufkeimende Hoffnung in der Zeit des Wirtschaftswunders auf eine neue, bessere Welt wird 1956 jäh von der Niederschlagung des Ungarnaufstands durchbrochen. Und es kommen neue Verjagte, neue Flüchtlinge, wieder Menschen, die ihre Heimat verloren haben ...
Ilse Tielsch
Ilse Tielsch, 1929 in Auspitz/Hustopece in Mähren geboren, lebt als Schriftstellerin in Wien. Studium der Zeitungswissenschaft und Germanistik, 1953 Promotion. Mitglied des Österreichischen P.E.N.-Clubs und des OeSV sowie Gründungsmitglied des Literaturkreises Podium. Veröffentlichung von Romanen und Gedichten, u.a. Das letzte Jahr. Ihre Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Viele Preise und Auszeichnungen, u.a. Anton-Wildgans-Preis, Andreas-Gryphius-Preis, Südmährischer Kulturpreis. Zuletzt erhielt sie den Franz-Theodor-Csokor-Preis für ihr Lebenswerk. www.ilsetielsch.at
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»... wie das Denkmal einer Generation, die sich zu für uns heute unvorstellbaren Zeiten ein Leben aufbaute. Eine Generation, die sich nach Frieden sehnte, nach Zufriedenheit.« – Julia Reuter, ORF Ö1/Ex libris
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»Ilse Tielschs Romane über die Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung aus der Tschechoslowakei sind ebenso Zeitdokumente wie Mahnung, über das 75 Jahre danach immer noch aktuelle Thema Migration zu reflektieren.« – Edgar Schütz, APA
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