Sagt der Arzt dem Seelenkranken: „Wollen Sie geheilt werden, müssen Sie einsehen, dass Sie krank sind“, glauben wir ihm leicht. Sagt er aber kurze Zeit später: „Wir leben in einer verrückten Welt“, was sollen wir dann noch glauben?
Was ist das Schönste im Leben? Zu wissen, was einem Halt gibt, wem man vertrauen kann? Oder ist es der unerwartete Lottogewinn, der mit einem Schwung alle Geldsorgen beseitigt? Wer keinen Halt finden kann, der suche eben Vertrauen. Findet er kein Vertrauen, bleibt ihm das vage Hoffen auf den Zufallsreichtum. Und bleibt dieser aus, wie zu erwarten, liegt ihm noch eine bunte Welt verschiedenartigster Trostangebote vor der Nase; niemand soll verzweifeln. Es gab eine Handvoll misstrauischer Sucher, die Ersatzbefriedigungen widerstrebten, nicht weil sie an Halt, Vertrauen und Lottogewinn glaubten - nein, sie sahen die Gesichter ihrer Mitmenschen ungeschminkt, die Straßen, in denen sie lebten und verkehrten der Lüge enthoben.
Doch als sie sich mit der erkenntnisreichen Transparenz wappneten... begannen plötzlich die „anderen“ nach ihren Motiven zu handeln.
Anzahl Seiten 512
BELLETRISTIK , LYRIK DRAMATIK
Kre Arthur
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