seine geschichte verlief wendeltreppenartig. in den hallen seiner hände waren lange bibliotheken ausgelegt.
begab er sich in eine dieser bibliotheken, in einen ihrer lagen gänge, so verschwanden binnen kürzester zeit seine zeilen in den zwischenräumen der äußeren bedeutsamkeit.
folgte er diesen zeilen, so verlor er jede identität mit sich selbst und konnte sich von neuem beschreiben. alle diese bücher waren so entstanden. in den tiefen seiner gänge waren lobgesänge ausgebreitet und gebündelt zu hohen gesten abgereiht …
Wolfgang Schmid
geboren 1968 in gmünd/nö, aufgewachsen in weitra
1988–1991 ausbildung zum diplomsozialarbeiter an der bundesakademie für sozialarbeit in st. pölten
1991–1992 begonnenes universitätsstudium publizistik/philosophie in wien
1995–2001 angestellt im filmdokumentationszentrum in wien
lebt seit 1992 in wien
literarische und musikalische aktivitäten:
seit 1986 entstehung von lyrik, kurzprosa und chansons
mitwirkender der zuerst schulinternen literaturzeitschrift „gürtelrose“, später „schmale spuren“
2015 „minnelieder“ (gedichte, verlag bibliothek der provinz)
konzerte und lesungen mit eigenen chansons und texten (vor allem in sozialen und therapeutischen einrichtungen v.a. in wien)
cd-produktionen
Wasser er ihm muss schlecht trinken wird