In den Sommerferien gab es keinen Tag, egal bei welchem Wetter, an dem ich nicht im Bach gewesen wäre. Aber auch im Winter vergaß ich meine Fische nicht. Die Fische in den Tümpeln nächst unserem Haus wurden beim Sauabstechen jedes Jahr zu Weihnachten mit den Abfällen gefüttert. Sie sollten ja wachsen, denn ich dachte mir: „Der nächste Sommer kommt bestimmt.“ Und er kam so sicher wie das Amen im Gebet und die Fische hatten wieder die liebe Not mit mir …
Humorvoll schildert Gerhard Weissensteiner seine Kindheit und Jugend als Sohn eines Holzknechts in Brunnbach bei Großraming. Vieles hat sich seit damals verändert, Tourismus und Technik haben mittlerweile Einzug gehalten und den Alltag neu gestaltet. Der Blick zurück bleibt trotz allem frei von nostalgischer Verklärung und zeigt das damalige Leben mit all seinen guten wie auch schlechten Seiten.
Gerhard Weissensteiner
1955 in Brunnbach als Sohn des Holzknechtes Franz Weissensteiner, geboren. Er erlebte die Kindheit bis 1970 in Brunnbach wie in einem Paradies.
1970 bis 1973 war er Kellnerlehrling im Taborrestaurant in Steyr. Bis 1978 arbeitete er in verschiedenen Hotels in Österreich und Deutschland als Kellner auf Saison.
Von 1978 bis 2006 war er Polizeibeamter in Steyr. 2006 musste er auf Grund schwerer Erkrankung frühzeitig in die Pension gehen.
Er lebt heute mit seiner Frau, den beiden Kindern und seiner bereits fünfundachtzigjährigen Mutter in Schiedlberg im Bezirk Steyr-Land.
Erlebnisbericht Forstarbeiter Geschichte 1960–1970 Großraming, Region