Unweit von der Unendlichkeit
Nicht nur die Kunst, sondern auch die Wissenschaft verfügt über eigene Ästhetik. So, wie wir Lust und Bedarf haben, an Einen schnell diejenigen Gefühle weiterzuleiten, welche bei uns durch Anschauung eines Bildes, durch Lesen eines Buches oder durch Hören eines Musikstücks hervorgerufen wurden, erleben wir sehr ähnliche Gefühle auch in der Welt der Erkenntnisse und der Wissenschaft – nicht ausgenommen dabei die Mathematik.
Miroslav Puncochár umhüllt die bekanntesten „Mona Lisa“ der Mathematik (die Fraktale, die Turbulenz, die Integrale, die unendlichen Reihen, den goldenen Schnitt, die Wahrscheinlichkeitsrechnung u.a.) mit dem Gewand kurzer, oft nett mystifizierender Geschichten und lässt den aufnahmefähigen Leser, sich durch ihre Schönheit (oder Mysterium?) erfreuen.
Das Buch dient nicht nur zum Vergnügen des wissbegierigen Lesers, sondern zeigt zugleich die Mathematik als unendliche Inspirationsquelle für die Kunst. Es kann so mit Lust auch von denen, die Schulbänke mit einer mächtigen Aversion zu der „Königin der Wissenschaften“ verlassen haben, gelesen werden.
Miroslav Puncochar