Die Psychiatrie würde von selbstverletzendem Verhalten sprechen: Willkommenskultur für Menschen, die unsere Werte ablehnen. Rüstungs-Milliarden, angeblich um Frieden zu schaffen, während wir uns die Renten nicht mehr leisten können, und Kinderlosigkeit als neues Ideal. Was, wenn das alles nicht Zufällen, Trends und Sachzwängen geschuldet ist, sondern Deutschland einfach nicht mehr will und unbewusst destruktive Entscheidungen trifft?
Deutschland verliert seine Kraft, weil es keine Lust mehr zu kämpfen hat, sagt der Neurowissenschaftler und Psychiater Raphael M. Bonelli. Er zeigt mit den Methoden der psychologischen Analyse, welche kollektiven inneren Prozesse dabei wirken und erklärt ein zutiefst menschliches Verhalten, das in diesem Fall eine ganze Nation an den Tag legt: Deutschland hat aufgegeben und geht mit innerer Genugtuung den Weg des Verfalls.
Raphael M. Bonelli
Raphael M. Bonelli, geboren 1968, ist Neurowissenschaftler und habilitierter Psychiater. In seiner Praxis in der Wiener Innenstadt beschäftigt er sich mit der Frage, wie Menschen wahrnehmen, denken und Entscheidungen treffen. Forschungsaufenthalte führten ihn an die Harvard University, die University of California Los Angeles (UCLA) und die Duke University. Bonelli leitet das RPP-Institut und zählt zu den bekanntesten deutschsprachigen Wissenschaftskommunikatoren im Bereich Psychologie und Neurowissenschaft. Seine Social-Media-Kanäle erreichen rund 350.000 Abonnenten. Er ist Autor mehrerer Bestseller über psychologische und gesellschaftliche Themen. Seine Bücher "Bauchgefühle" (2022), "Die Weisheit des Herzens" (2023), "Tabu" (2025) und "Kopflos" (2026) waren SPIEGEL-Bestseller.
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