Ich bin ein verwunschenes Wesen gewesen. Gewesen?
Bin ich es nicht mehr? Ich weiß es nicht.
Draußen ziehen Schneeflöckchen am Himmel,
sehen aus wie Wolken auf Wanderschaft
vor blauem Grund.
Ich lagere auf meinem Sofa und schaue aufs Meer.
Dankeschön, Schicksal.
Eine vom Autor Kiev Stingl kurz vor seinem Tod noch getätigte Auswahl aus seinem Arsenal verstreut in Schubladen, Büchern und Manuskripten liegender Gedankensplitter und Beobachtungen.
Kiev Stingl
Dichter, Sänger, Songwriter
Kiev Stingl wurde ab 1975 als Sänger mit Alben wie "Teuflisch" oder "Hart wie Mozart" bekannt, bald auch als Lyriker und Songwriter.
Sentenzen Prosapoesie Lyrik Underground Berlin Milos
Bruchstücke einer intimen Konfession, die uns zeigen, wie er [Kiev Stingl] sich und die Welt sah, was er als Poet so drauf hatte und was ihn tief bedrückte. Keine Alltagskost. Verblüffend aufrichtig und bestens geeignet als Mitbringsel für Leute mit einer poetischen Ader, die das Ungewöhnliche lieben. (Daniel Dubbe - Junge Welt, 17. Juni 2024)
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Stingl bewegt sich hier authentisch ambivalent zwischen humoristischen Tönen, leiser Trauer und einem schon fast juvenilen Drang nach Freiheit. [...] Die bunte Palette seiner Gedankensplitter spiegelt Stingls Vielseitigkeit wider: Der gebürtige Hamburger, zeitweilig auch Heidelberger, betätigte sich als Dichter, Musiker und Schauspieler. (Lea Holland - Rhein-Neckar-Zeitung, 13./14. April 2024)
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Sentenzen von nüchternem Pathos, überraschender Empathie und fast barocker Religiosität. [...] Das liest man mit Gewinn. (Joachim Feldmann - Am Erker. Zeitschrift für Literatur. Nr. 87)
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