Eine eindrückliche Graphic Novel über ein fast vergessenes Kapitel deutscher Geschichte
Am 13. Mai 1939 verlässt die St. Louis den Hamburger Hafen mit dem Ziel Kuba. An Bord befinden sich 937 jüdische Passagiere, in der Hoffnung, dem Terror der Nazis zu entkommen und in Kuba Zuflucht zu finden. Doch kurz vor der Ankunft werden die Hoffnungen der Flüchtenden zerstört: Die kubanische Regierung verweigert fast allen die Einreise. Auch die USA und Kanada lehnen das Schiff ab. Kapitän Gustav Schröder setzt alles daran, einen sicheren Hafen zu finden. Doch wohin, wenn niemand sie aufnehmen will?
Diese eindringliche Graphic Novel erzählt die wahre Geschichte von Flucht, Mut, Menschlichkeit und dem moralischen Versagen der internationalen Gemeinschaft: atmosphärisch, historisch fundiert und bewegend. Ergänzt wird die eindrucksvolle Erzählung durch ein Zeitzeugeninterview des Überlebenden Sol Messinger, ein Vorwort des Shoah-Museums in Rom, sowie die offizielle Entschuldigung der kanadischen Regierung aus dem Jahr 2018.
Ein starkes Stück Erinnerungskultur, das zeigt, was Zivilcourage bedeutet – damals wie heute. Und warum es so wichtig ist, hinzusehen.
Sara Dellabella
Sara Dellabella ist eine freie Journalistin. Sie arbeitet für verschiedene italienische Magazine und schreibt über Politik und Wirtschaft. Sie ist Autorin mehrerer Bücher.
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»Was hier gelingt, ist kein bloßes Nacherzählen eines wenig bekannten historischen Ereignisses, sondern ein lebendiges Eintauchen in die Seelenlage der Menschen an Bord der St. Louis.«
Markus Gruber, ComicRadioshow, 19.02.2026
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