Ein mehr als verlockendes Angebot: 65 Quadratmeter mit Balkon für lächerliche 200 Euro. Und dafür nichts weiter als jeden Tag einen Rundgang durch das alte, fast leerstehende Haus. Einmal täglich nachsehen, ob alle Türen geschlossen und alle Fenster intakt sind, ob kein Müll herumliegt und ob die Lichter funktionieren.
Als Lena zusammen mit ihrer Lebensgefährtin die Hauswache in dem heruntergekommenen Gebäude übernimmt, das seine früheren Bewohner „Das Herbsthaus“ nannten, da ahnt sie nicht, dass ihr eine Begegnung mit etwas bevorsteht, das nach den Gesetzen der Vernunft nicht sein kann … das nicht sein darf.
Aber Baumann wird seine Arbeit machen, er wird die Zimmer und Flure ablichten, damit das große, seit Jahrzehnten leerstehende Gebäude endlich verkauft werden kann. Und der junge Mann, der ihn durch die Räume führt, ist freundlich, skurril aber freundlich. Allerdings auch ein wenig anstrengend. Würde er doch nur seine verrückten Geschichten für sich behalten. Aber er redet, redet, redet.
Baumann will fertig werden. Er will nach Hause, zurück zu seiner Familie. Langsam kriecht die Dunkelheit in das alte Anwesen ... und noch war er nicht in jedem der vielen Zimmer.
Oliver Susami
Oliver Susami wurde 1978 in einer Kleinstadt zwischen Schwarzwald und Rheinufer geboren. Schon als Jugendlicher schrieb er für kleinere Zeitungen, später dann für die in Freiburg erscheinende Badische Zeitung und die Schweizer Fachzeitschrift SuchtMagazin.
Ende 2012 wagte er sich mit "S3" unter die Selfpublisher. Es folgten mehrere Romane und Geschichtensammlungen.
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