Das Buch versucht den Lebensweg eines bemerkenswerten Mannes im der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts nachzuzeichnen. Theologe und Pastor, Poet und promovierter Literaturwissenschaftler, Reform-Pädagoge und Fürsprecher der Bauern. Recht und Gesetz müssen gelten, so seine Maxime, Christi Botschaft sei doch "Gerechtigkeit". Er misst dabei seine Obrigkeit an ihren eigenen Regeln und scheut die Konflikte mit ihr nicht, wenn die gegen seine eigenen Regeln verstößt. "Wenn Recht nicht für alle gilt, ist es kein Recht."Für diese Haltung wird er zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Ein königstreuer Untertan wird zu einem mutigen Bürger, einem Citoyen, der schon damals tapfer für unsere heutigen zivilisatorischen Werte, für Recht und Moral eintrat, die zur Zeit nicht mehr zu gelten scheinen. Insofern sind Denken und Handeln dieses Mannes sehr aktuell.
Ulf20,00 Müller
Dorf-Pastor Goldmann Obrigkeit