Kleider machen Leute handelt von dem Schneider Wenzel Strapinski, der sich trotz Armut gut kleidet und wegen seines Äußeren und der Anfahrt mit einer Kutsche in Goldach für einen polnischen Grafen gehalten wird. Noch bevor er die Verwechslung aufklären kann, begegnet er der Tochter des Amtsrats, und die beiden verlieben sich ineinander. Ein verschmähter Nebenbuhler entlarvt den vermeintlichen Hochstapler und es kommt zum Skandal. Seine Braut aber bekennt sich zu ihm und setzt die Heirat gegen ihren Vater durch. Mit ihrem Erbvermögen gründet Wenzel ein Atelier und bringt es zu Wohlstand und Ansehen. Die Novelle zählt zu den bekanntesten der deutschsprachigen Literatur und gilt als Musterbeispiel für poetischen Realismus.
Gottfried Keller
Gottfried Keller (1819–1890) war ein Schweizer Maler, Dichter und Politiker. Kellers Werk ist bestimmend für den Kanon des bürgerlichen Realismus.
Poetischer Realismus Liebesgeschichte aufgrund einer Verwechselung Trotz Armut gut gekleideter Schneider bringt es zu Wohlstand und Ansehen Goldach und Seldwila Graf Wenzel Strapinski Hochstapler wider Willen Klassische Liebesgeschichte