Bauausstellungen haben eine lange und überraschende Geschichte. Regine Heß hat sie als architekturhistorisches Forschungsobjekt mit eigener Genealogie und Wirkung untersucht und zeigt, dass Bauausstellungen eine Tradition besitzen, die auf die Welt-, Industrie-, Kunstgewerbe- und Kolonialausstellungen des 19. Jahrhunderts zurückgeht. Es waren die bekanntesten Vertreterinnen und Vertreter aus Architektur, Design und Landschaftsgestaltung, die die Typologien großer Ausstellungen weiterentwickelten und dem neuen Format der Bauausstellung anpassten. Anhand von 17 teils erstmals erforschten Expositionen bietet Von der Weltausstellung zur Bauausstellung eine Architekturgeschichte großer Ausstellungen und zeichnet ihre Entwicklung von der World’s Fair in London 1851 zur Internationalen Bauausstellung in West-Berlin 1957 unter Aspekten wie architektonisch bedingter Repräsentationsmacht, industrieller Architektur oder der rassistischen Praxis des Othering nach.
Regine Heß
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