Die Muse der Autorin streikt gern und viel. Auch verschwindet sie oft unangekündigt in
nicht genehmigten Urlaub. Dennoch gelingt die nicht ganz zuverlässige
Kooperation hin und wieder. Dieses kleine Werk ist ein Beispiel dafür.
Die Muse war gut gelaunt, anwesend und willig, der Chefin Material zuzuflüstern.
So musste Gorzelany die hier beschriebenen misslichen Geschicke nur noch in passende
Worte und Bilder kleiden. Nun hier das Ergebnis: Drei gruselige Geschichten, sogar mit Moral.
Der Muse sei herzlich gedankt! Der Rezipient sei strengstens gewarnt:
Lesen nach Einbruch der Dunkelheit kann zu ausschweifender Grübelei führen.
Ellen Gorzelany
Die 1964 im Münsterland geborene Künstlerin Ellen Gorzelany arbeitet seit 1966 eng zusammen mit ihrer Muse. Die von ihr ins Künstlerohr geflüsterten Ideen werden anschließend handwerklich zu Gemälden, Zeichnungen und Texten verarbeitet.
Ihre gemeinsame Karriere begann mit farblichen Experimenten auf Buchseiten, Wohnraumwänden und Dokumenten. Nach ersten Jahren der kreativen Erprobung professionalisierte die kleine Gemeinschaft Vorgehen und Materialien. Das führte ab 1988 zu Ausstellungen im In- und Ausland.
Gorzelanys Malerei wird u.a. dem phantastischen Realismus zuzuordnen. Ihre lyrischen Texte rahmt sie humoristisch in Tusche-Schraffur-Zeichnungen.
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