Imam al-Ḥaddād, ein jemenitischer Gelehrte und Enkelkind des Propheten ﷺ, gilt weithin als Erneuerer des Islam des 17. Jahrhunderts n. Chr. bzw. des 12. Jahrhundert nach der Hiǧra. Über der Grabstätte des Propheten Muhammad ﷺ steht bis heute ein Auszug aus einer der Kasiden des Imam al-Ḥaddād. Dies wird weithin als ein Zeichen seiner Akzeptanz gedeutet. Der Rātib wird von hunderten Millionen Muslimen bis heute im Jemen, in Indonesien und Süd- und Ost-Afrika rezitiert. Er war auch eine Stütze für Muslime zur Zeit der kolonialen Besatzung und Sklaverei in Süd-Afrika. Gottesdienstliche Handlungen und Arabisch waren ihnen verboten. Der Rātib wurde von Muslimen auf Arabisch in Kirchenmelodien getarnt rezitiert. So konnten Muslime dennoch gemeinsam ihre Religion, ihre Spiritualität und ihren Widerstandsgeist bewahren.
Abd Allāh b. ʿAlawī al-Ḥaddād
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