Google Maps und Streetview im 19. Jahrhundert.
Im Jahre 1825 machte die Erfindung des Vogelschau-Rheinpanoramas den mittellosen Künstler Friedrich Wilhelm Delkeskamp schlagartig berühmt und für 50 Jahre als „Meister der Panoramen“ weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt.
Tausende von Touristen reisten mit seinen patentgefalteten Panoramen, die auch auf französisch und englisch erschienen.
Der überraschende Erfolg ermutigte Delkeskamp, ein Vogelschau-Relief der gesamten Schweiz zu schaffen - im Alleingang und ohne die Hilfsmittel der Moderne: Fotoapparat und Flugzeug. Nach Besteigung von weit mehr als tausend Alpenbergen brachte er Aufsichten zu Papier und in den Handel, die erst in der Gegenwart Satelliten und Google Earth bieten.
Schon im fortgeschrittenen Rentenalter porträtierte er Frankfurt am Main mit einem Malerischen Stadtplan in einer frühen Form von Google Street View, detailgetreu bis zur Zahl der Fenster und Gartenbeete.
Diese schier unglaublichen Leistungen sind in Vergessenheit geraten. Die vorliegende Biographie trägt mit Hilfe vieler Archive, privater und öffentlicher Sammlungen ein umfangreiches Puzzle zusammen, um erstmals Leben und Werk dieses einzigartigen Künstlers, Kaufmanns und Tourismus-Pioniers in seinen privaten und kommerziellen Höhen und Tiefen mit mehr als 200 Zeichnungen, Aquarellen, Kupferstichen und Panoramen zu illustrieren, die Geschichte seiner Panoramen- Produktion und sein Ringen um Schutz vor Raubkopierern zu erzählen.
Delkeskamp ist eine „hell leuchtende Nova in der kartographischen Landschaftskunst“. Neue Zürcher Zeitung
Der Verlag Edition Kentavros in Hamburg befindet sich derzeit in Auflösung. Der Autor hat seine Titel aus dem Nachlass des Verlegers übernommen. Sie sind bei ihm abrufbar. Das Delkeskamp-Buch gibt es ebenfalls in Englischer Übersetzung - allerdings etwas verkleinert auf DIN A4.
Rolf-Barnim Foth
Sein Interesse für den Tourismus-Pionier Friedrich Wilhelm Delkeskamp kommt nicht von ungefähr:
Rolf-Barnim Foth hat sich seit früher Jugend für ferne Länder begeistert und parallel zu seinem Studium der Russischen und Englischen Philologie in Kiel, London und Moskau häufig Reiseleitungen durch die seinerzeitige Sowjetunion und China übernommen. Nach Mitarbeit bei einem global aktiven Veranstalter von Studienreisen war er als Diplomat in Paris, Brüssel und Moskau auf Posten. Seit seiner Promotion an der Freien Universität Berlin zur Rückwanderung der Russlanddeutschen war er in verschiedenen Funktionen bei der Freien und Hansestadt Hamburg tätig, zuletzt in der Steuerung von Marketing und Tourismus und der Hamburger Regionalpolitik.
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