Über Jahrzehnte widmete sich der Fotograf Walter Schels seinen Langzeitprojekten: Porträts von Menschen in Extremsituationen des Lebens, sensibel, respektvoll – und dennoch in charakteristischer Nähe und Direktheit. Schels Zyklen handeln von Geburt und Tod, sie zeigen Blinde, Menschen mit Behinderung und junge Menschen, die sich als im falschen Körper geboren empfinden. "Walter Schels. Leben" zeigt einen Querschnitt dieses vielfäligen Werks. Walter Schels ist einer der profiliertesten deutschen Porträtfotografen.
Walter Schels
Walter Schels, geboren 1936 in Landshut, zählt zu den prägendsten Fotografen Deutschlands. Von 1957 bis 1965 arbeitete er als Schaufensterdekorateur in Barcelona, Toronto und Genf, bevor er als Autodidakt nach New York ging, um Fotograf zu werden. 1970 kehrte er nach Deutschland zurück und eröffnete ein Studio in München. Ab Mitte der 1980er-Jahre wurden seine Schwarzweiß-Porträts bekannt; insbesondere seine dokumentarischen Langzeitstudien und Porträtserien erreichen ein breites Publikum. In seinem Werk bewegt er sich konsequent zwischen Dokumentation und Experiment und überschreitet die Grenzen der Fotografie ins Malerische. Schels’ Arbeiten wurden vielfach ausgezeichnet und im In- und Ausland gezeigt.
Fotografie Porträt Walter Schels