Kurz nach dem Tod einer nahen Freundin bricht die Autorin zu einer Reise auf. Mit dabei sind Trauer, Ratlosigkeit, Erinnerungen und Verlorenheit. Aber auch Zuversicht und Humor blitzen immer wieder auf in diesen 12 Briefen aus Marokko, die keine Empfängerin haben und die gerade darum so berührend sind. In diesem schmalen Büchlein geht es jedoch nicht nur um den Verlust eines nahestehenden Menschen. In einer Briefpassage beschreibt es die Autorin so: „Mir war, als würden sich mit diesem Abschied von dir plötzlich ganz viele Abschiede auftun und auf mich zu stürzen, als würde ich in sie hineinstürzen. Kleinere und grössere Abschiede, vergessene oder verdrängte. Mir wurde bewusst, wie viele Facetten dieses einfache Wort hat, was alles im Abschied miteingeschlossen ist, und ja, auch was aus Abschieden wächst.“
Christine Weber
Christine Weber lebt in Luzern und Obwalden. Als Redaktorin und Journalistin schreibt sie für unterschiedliche Magazine und Zeitschriften. Als Projektleiterin zieht sie die Fäden bei Projekten im Kulturbereich und ist zudem als Gauklerin und Geschichtenerzählerin für Kinder und Erwachsene unterwegs.
Abschied Sterben Philosophieren Trauern nachdenken