"Wie heißt du?" fragte er.
"Ich heiße Europa," sagte ich, und zum ersten Mal seit langer Zeit nannte ich wieder selbst meinen Namen.
Sie schläft mit einem Gott und gerät in eine Krise.
Doch je mehr sie vor dem Gott flieht, um so näher kommt sie ihm. Eine poetisch-philosophische Reise, ein Ringen um Geist und politische Identität.
Alexander Cern ist Regisseur und lebt mit seiner Familie in einem kleinen Haus zwischen Meer und Gebirge. Wenn er nicht gerade arbeitet, wandert er in der wilden Natur. "Ich heiße Europa" ist während dieser Wanderungen entstanden.
Ich heiße Europa.
Ein politisches Reisebuch.
Eine Liebesgeschichte.
Sie schläft mit einem Gott und gerät in eine Krise. Doch je mehr sie vor dem Gott flieht, um so näher kommt sie ihm.
Zu Grunde liegt der griechische Mythos von dem asiatischen Mädchen, das Zeus in Gestalt eines Stieres über das Meer entführt und zu einem bis dahin unbekannten Kontinent bringt, der ihren Namen erhält.
Doch Europa ist jetzt nicht mehr die junge Frau aus der Sage, sondern wir selbst sind Europa, wir selbst und alle Menschen, die diesen Kontinent erreichen. Das ist die Realität. Europas Ideen weiten sich aus, doch sie selbst verliert ihren Namen. Und das ist die Erzählung. Europa bricht aus dem Gefängnis ihrer Konventionen aus und sucht nach einer neuen Identität. Sie begegnet einer Seherin, einem Bär, einem Ingenieur, einem Abt. Sie führt platonische Gespräche, reist durch die Unterwelt und wird mit ihrer eigenen Geschichte und ihrer eigenen Liebe konfrontiert. Und nur ganz langsam, Stück für Stück, gewinnt sie wieder Boden unter den Füßen, findet zu sich selbst zurück und entdeckt die Freiheit politischen Handelns.
Alexander Cern
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