Die moderne Hauptstadt des „Letzten Reiches“, von perfidem Geldadel regiert, versinkt in
Barbarei. Ihr ewiger Krieg sickert in die Ghettos und frisst sich voran.
Furcht und Verlogenheit veröden das zwangsberauschte Dasein der Menge in endlose Tristesse …
Zwei Verlorengeglaubte kämpfen um Liebe und Würde im Geflecht dieser gnadenlosen Gier.
Deviant, ein vierzigjähriger Gelegenheitsjournalist, treibt durch das anonyme Leben einer Großstadt im „letzten Reich“. Ihre Herrscher - Gelddrucker, Polittechnokraten und Wirtschaftskriminelle - plündern die Menschen gnadenlos aus, die unter der „ewigen Lüge“ leben müssen.
Er selbst wohnt an der Kante der Ghettos zwischen den „Tälern der Asche.“ Dort veröden die Seelen, gehetzt und entwürdigt und versinken in täglicher Tristesse.
Die „Leguane der Macht“ haben einen ewigen Krieg entfacht, in dem Freund und Feind ständig wechseln und der die Bewohner in steter Angst hält.
Humanistische Werte werden durch Ideologien ersetzt, welche die Menschen unter einer Lawine von Maßregelungen begraben, die sie resignieren lasst. Der Konzern „Global Profitable Deals“ (GPD), will zur Einweihung des neuen Regierungskomplexes eine Firmenchronik erstellen lassen. Ihr Bauingenieur Blei leitet das Projekt und entscheidet sich für Deviant. Beide kennen sich von früher, waren Freunde.
Blei lebt in mondänen Verhältnissen, aber er verzweifelt als er einen Sabotageauftrag von der „GPD“ erhält. Widerwillig brutalisiert er sich, um die Liebe seiner Frau Sorbett, der Erbeignerin der „GPD“, zurückzugewinnen und weiß doch, dass diese Klammer sein Leben zerquetschen kann.
In dem einzigen Park der Stadt lernt Deviant die Krankenschwester Innocentia kennen und verliebt sich in sie. Die geheimnisvolle Frau behütet traumatisierte, stumme Kinder und verbirgt ein grausiges Geheimnis.
Er zieht als Journalist in den Krieg und steht mitten in Blut und grellster Verzweiflung zusammen mit den belogenen Soldaten.
Als er zurückkehrt ist er entschlossen, Innocentias Grauen zu beenden und die geheimen Machenschaften der „GPD“ zu veröffentlichen.
Das Regierungsviertel wird mit einer obszönen Orgie fürs Volk eingeweiht. Dort zerfließen die Gegensätze zwischen Opfer und Täter.
Die Freunde sehen sich zum letzten mal und jeder muss sich entscheiden, ob er im würdelosen Treibhaus untergehen, oder auf Leben und Tod um Liebe und Würde kämpfen will.
Jean Kishore Sumac
geb. in Brandenburg/Havel, Physiotherapeut und Dipl. päd., Arbeit als Dozent. Wohnhaft nähe Berlin - MOL
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