Zähne wie Toastscheiben, ein Händedruck wie ein Mantarochen – Max Furnier ist eine imposante Erscheinung. Mehr noch, er kann lesen und schreiben wie »Discokeller« eindrucksvoll belegt. Hier fließt der Rindertalg in Strömen und lethargische Zwangsneurotiker müssen zuschauen wie alles was sie lieben zwangsversteigert oder von Rotschimmel überwuchert wird. Das sind Kurzgeschichten wie sie sein müssen: nicht lang und nicht langweilig.
Handnummerierte erste Auflage.
Max Furnier
Max wurde als Sohn eines Fabrikanten für Weinflaschenkapseln in Nackenheim geboren und wuchs in Mainz auf. Er besuchte mit wenig Begeisterung die Schule und hatte oft Ärger mit seinen Lehrern. Nur knapp konnte er dem Schulverweis entgehen, als in der Oberprima ein kränkelnder Lehrer seinetwegen beinahe in Ohnmacht gefallen war. Er studierte Musik in Mainz wo er später eine Anstellung als Musiklehrer fand. Seinen größten Erfolg hatte er 1973 mit dem Titel Humba Täterä. Eigentlich wollte er das Lied nicht singen, darum hatte er sich vor der Aufnahme mit viel Chianti einen Schwips angetrunken. 1986 wurde er in den USA zum beliebtesten deutschsprachigen Künstler gewählt und geehrt. Seinen Lebensunterhalt verdiente er als Türsteher im Lokal Csikos auf der Andreasstraße in der Düsseldorfer Altstadt. Max nannte seinen Stiefgroßvater Papa. Der große Erfolg blieb ihm zeitlebens versagt.
Abstoßen und Ablaufenlasse Ernst Weber Grindcore