Schule, Uni, Wohngemeinschaft – überall Idioten.
Garstig gesalzen ist der Bildungsalltag, ethisch untalentiert sind die,
die ihn bestimmen.
Das fliegende Klassenzimmer war eine Vision.
Das fliegende Schlüsselbund ist die Wahrheit.
„Im Nachhinein kristallisierte sich schließlich in aller Deutlichkeit
heraus, dass ich vollkommen im Recht gewesen bin, das Problem
der Schulzeitbewältigung mit einer Mischung aus Apathie und
stiller Verachtung gegenüber dem Großteil der Lehrer, Schüler, des
Unterrichts und anderer Schulveranstaltungen zu lösen.
Nach dem Abi ist nämlich sehr wohl alles egal, was vor dem Abi
angeblich fürs Leben zählte.“
Mal fein pointiert, mal brachial kanoniert kommen Nil Günthers satirische Betrachtungen des deutschen Bildungsalltags daher. Da ist die Rede vom „Stultusministerium“ und von der „Studentischen Dreifaltigkeit: faul, dumm und asozial“. Besondere Aufmerksamkeit kommt auch dem Lehrer zu, Dreh- und Angelpunkt von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Ein Weichensteller des Lebens, doch leider zu bequem, die Bedienungsanleitung fürs Stellwerk zu lesen. Soweit jedenfalls eine der Kernaussagen in „Das fliegende Schlüsselbund“.
Belegt werden derlei Feststellungen mit lebensechten Anekdoten über Lehrer, Mitschüler, Professoren und Studierende, die die Autorin seit ihrer Schulzeit gesammelt hat.
Günther Nil
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