Ein Jahr lang hatte der Künstler Matthias Gangkofner bei den Besuchen in dem Wirthaus, in welchem er nach eigenen Worten „viel zu oft“ einkehrt, den Zeichenstift dabei. Das Ergebnis ist eine Liebeserklärung mit humorvoll satirischen Zeichnungen und amüsanten Texten.In diesem Wirtshaus „im Schatten des Klosters, hier unten am Flussgrund, im geschützten Geviert zwischen einer Mühle und einer Flößerei“ treffen sich bayerische Urgesteine und intellektuelle Köpfe, die auf dem Land fernab vom Trubel der Stadt die Gegebenheiten zum großen Arbeiten haben. An den Wochenenden fällt dann das „Freizeitvolk“ ein. Die menschlichen Gegensätze, die hier aufeinanderprallen, führen zu allerlei amüsanten Szenen, die Gangkofner in seiner ganz eigenen Sprache und mit Zeichnungen, die an Gulbransson und Wilhelm Busch erinnern, wiedergibt.Die Erlebnisse, Geschichten und Menschen sind zugleich einmalig und stehen doch für mehr als nur für sich selbst. Sie spiegeln die bayerische Lebensart auf treffende und doch zugleich märchenhafte Weise, ohne sich selbst zu verraten, indem sie ins Klischee verfallen.Ein Ortsschild oder eine Wegbeschreibung zum Wirtshaus wird nicht preisgegeben. Doch wer sich auf die Suche begibt, kann diesen Ort durchaus finden.„Mühlentage“ ist ein Buch für alle, die das Land Bayern und den bayerischen Humor lieben.
Matthias Gangkofner
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Süddeutsche Zeitung, Nr. 164 vom 19.07.2011:„Fast 100 Seiten hat er mit Skizzen und flammenden Texten gefüllt, aus denen eine Begeisterung spricht, wie sie womöglich nur ein Stadtmensch für das Dorfleben entwickeln kann, ein Künstler, in dessen Augen die Gebirgszacken des Karwendels leuchten ‚wie vom Föhn hochgeglühte Röntgenbilder der Sehnsucht nach dem Süden.’“ (Stephanie Schwaderer)Münchner Merkur, Nr. 180 vom 6/7.08.2011:„Mit Mühlentage gibt er seinen Lesern eine mal frech, mal liebevoll getextete undillustrierte Schnitzeljagd zum Paradies in die Hand, die nur die hartnäckigsten unter ihnen ans Ziel führen wird.“ Eine „Ode an ein Wirtshaus“, erschienen Ende Juli im jungen Reiterverlag.(Peter Borchers)
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