Kai, ein siebzehnjähriger Junge, kehrt eines Tags nicht mehr nach Haus zurück. Der Vater forscht ihm mit wachsender Unruhe nach.
Wenn er in eigener Entscheidung dem Elternhaus den Rücken gekehrt hat, was waren seine Gründe? Wie den Vater die äußere Suche in Atem hält und er nach und nach auf erschreckende Spuren stößt, so beschäftigt ihn zunehmend Kais „innerer Biografie“, die er neu zu erforschen beginnt. Er spürt, dass der Sohn ihm in den letzten Jahren mehr und mehr entglitten ist. Was hat Kai zu jenem labilen, psychisch gefährdeten jungen Mann werden lassen, der er nun ist?
Nach dem frühen Tod der Mutter war die Beziehung lange besonders eng und nichts verband beide so sehr wie das Drachenfliegen, ein gemeinsames Glück über Jahre. Den „fliegenden Ikaros“ des griechischen Altertums zog es einst in zu große Nähe der Sonne und er stürzte ab. - Wird Kai ein gleiches Schicksal widerfahren?
Winfried Paarmann
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