Betrachtet man den Zeitschriftenmarkt als technikbegeisterter Mensch mit Hang zu exquisitem Design und möchte gerne Artikel und Berichte lesen, die Kultur und Technik diskutieren, hat man es schwierig. Entweder es gibt Spielemagazine, reine Computermagazine oder Internetmagazine mit Tutorials. Die digitale Kultur und die Menschen, die hinter Ideen, Programmen und Innovationen stecken, werden hierbei jedoch in den seltensten Fällen vorgestellt. Das auf deutschem Boden sprießende englischsprachige Magazin Sceen schließt jetzt endlich die Lücke.
Sceen ist ein Fan-Produkt, das vorweg. Die Menschen, die hinter den Artikeln und der Organisation des Magazins stecken, sind begeisterte Nerds, Liebhaber und Freunde der digitalen Kultur. Vor allem sind es Menschen zwischen 25 und 35, die mit den ersten Heimcomputern aufgewachsen sind. Freaks, die sich schon immer mit der Scene und dem Sehen von Experimenten, Code und computerkulturellen Dingen beschäftigt haben. Scene plus Screen gleich Sceen.
Die Vielfalt an Themen von Machinimas, über Ausstellungen 8-Bit-inspirierter Gemälde bis hin zum Netlabel-Kosmos, über die Zukunft von VJ-ing bis hin zu digitalen Ästhetik von Spielen kann sich einfach sehen und lesen lassen.
Sceen zeigt, dass Kultur von Machen kommt und schafft somit endlich einen öffentlichen Rahmen, damit die digitale Kultur und die Menschen dahinter nach vorne geholt werden. Obendrauf gibt es auch noch eine DVD mit Demos, Sounds und Videoclips zu den besprochenen Themen.
Alex Scholz
3D Animation Demoscene Game Art Machinima Micromusic Netaudio VJ-Ing